Kleiderschrank ausmisten – wie finde ich meinen Style?

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Manche lieben, viele hassen es: Kleiderschrank ausmisten. Es ist ein Thema, dem super viele gerne ausweichen, ich persönlich liebe es – Platz für Neues schaffen und sich von Schrankleichen trennen, herrlich! Und egal ob du Carrie Bradshaws Ankleidezimmer besitzt oder dein Kleiderschrank eher der einer Telefonzelle gleicht: für Frau ist der Platz immer zu klein, oder?! Im Laufe der Zeit kommen nämlich immer wieder neue Schmuckstücke dazu und deswegen muss eine Frau mal tun, was eine Frau tun muss: AUSMISTEN!
Und da ich dies brandaktuell letzte Woche live auf Snapchat getan habe, möchte ich dir einige Tipps mitgeben, wie du am besten vorgehen kannst, um den Kampf gegen das Chaos souverän zu meistern. Nebenbei möchte ich dir auch noch verraten, wie man seinen ganz persönlichen Kleidungsstyle findet, damit Fehlkäufe der Vergangenheit angehören.

LOS GEHT’S:

Safe the date

Für einige bestimmt selbstverständlich, aber lieber betone ich es zu Beginn: Suche dir gezielt einen Tag heraus, an dem du deine persönliche Kleiderschrank Aktion starten willst. Wichtig hierbei ist, dass du an diesem Tag auch wirklich Zeit dafür hast! Wenn du nämlich auch kein Fan von halben Sachen bist, solltest du dir mindestens (!!!) 3 Stunden einplanen. Beim ordentlichen Ausmisten wirst du schlichtweg nicht drum herum kommen, Sachen anzuprobieren, zu putzen und zwischendurch kurz zu verzweifeln!

YAY – Primark Time

Bevor du mit dem Ausmisten beginnst: Mache es so, wie die Primark Mädels!

Nimm so viel mit, wie du nur tragen kannst! Das bedeutet: Alles muss aus deinem Kleiderschrank raus – bis er tutto completto leer ist!

Putzfee

Jetzt ist der Moment gekommen, wo du Mama beweisen kannst, dass auch du wirklich in der Lage bist, zu putzen. Da es hier nämlich um unser Heiligtum geht, wollen wir natürlich auch, dass die Schätzchen ein staubfreies und sauberes Plätzchen finden, oder? Also: Staubsauger raus, Putzlappen in die Hand und los gehts! Spätestens wenn du in der letzten Ecke eine ziemlich glückliche Spinne ihr Nest bauen siehst, weißt du, dass es allerhöchste Eisenbahn war!

Verurteile!

Menschen sind Profis darin, andere Leute zu verurteilen – also nimm dir ein Beispiel daran und tue dies ebenfalls mit deinen Kleidungsstücken. Sei oberflächlich und suche dir deine Lieblinge aus (gibs zu, das hast du schon damals beim Völkerball im Sportunterricht so getan)!
Wühle in deinen Stapeln rum wie beim Sommerschlussverkauf und picke dir deine Favoriten raus. Okay, warum erinnert mich das gerade an die Keinohrhase-Szene…okay machen wir lieber mit dem nächsten Punkt weiter!

Analysiere!

Wenn du deinen eigenen Style gefunden hast, kannst du dich glücklich schätzen. Und falls du noch auf der Suche bist, wirst du ihn bestimmt auch bald finden. Sowas passiert leider einfach nicht über Nacht und es ist auch ein wirklich langer Prozess. Doch wenn du deinen ganz persönlichen Stil gefunden hast und den Dreh draußen hast, fühlst du dich wie der King auf den Straßen!

Also wie finde ich jetzt meinen eigenen Style? Du hattest dir deine Favoriten beim Ausmisten rausgesucht? Super! Jetzt heißt es analysieren: welche Farben dominieren, welche Schnitte überwiegen und was für Stoffe mag ich am liebsten? Es sollte sich jetzt ein gewisses Muster erkennen lassen, denn in Wahrheit hat jeder bereits schon seinen Style gefunden – nur ist das bei einem ausgeprägter und bewusster als beim anderen. Also Augen auf beim Sommerschlussverkauf! 😉 Wo wir wieder beim Thema wären – ups!

Trennungsschmerz – Teil 1

Es wird ernst! Wir sind beim unangenehmen Teil des Projekts angekommen – das eigentliche Ausmisten. Aber ein Schritt nach dem anderen…no panic auf der titanic wie der Loddar sagen würde! 😉

Okay, ich weiß, es ist wirklich hart, aber trenne dich! Man kann diesen Teil des Ausmistens leider nicht schön reden, aber was sein muss, muss nun mal sein! Es gibt eine Regel die besagt, dass man alle Kleidungsstücke entsorgen sollte, die man in den letzten 6 Monaten kein einziges Mal getragen hat. Natürlich sind hierbei saisonabhängige Stücke wie Bikinis, Winterjacken oder das kleine Schwarze, sowie das Cocktailkleid ausgeschlossen. Ich bin ehrlich, daran konnte ich mich wirklich nicht ganz halten. Ich habe die Grenze auf 1 Jahr hochgesetzt und tatsächlich alles ausgemistet, was ich in diesem Zeitraum nicht einmal getragen hatte. Fakt ist: Wenn du es 2015 nicht getragen hast, wirst es auch nicht plötzlich morgen oder übermorgen tragen.

Mache also 3 Haufen…äh sagen wir lieber Kategorien, Stapel, whatever!

1 = Behalten

2 = Wackelkandidaten

3 = Spende/Flohmarkt/Verkauf/Altkleider,…

Wichtig:

Bei Behalten müssen dir die Teile zu 100% passen! „Okay, wenn ich 5kg abnehme dann pass’ ich wieder rein“ oder „das wird jetzt meine Motivationshose“ is’ nicht!!! Glaube mir, ich spreche da aus Erfahrung, absoluter Bullshit und bringt dich nicht weiter, deinen Kleiderschrank aufzuräumen und mehr Platz zu schaffen. Die Kleidungsstücke sollten natürlich nicht nur passen, sondern du musst dich auch absolut darin wohlfühlen und sie gerne tragen. Wenn du es dann noch gut kombinieren kannst, ganz klarer Fall fürs Behalten!

Trennungsschmerz – Teil 2

Aber wie das so mit Trennungen ist, sie fallen einem schwerer, als die Theorie es zulässt…schließlich denkt man sich: hey, vielleicht klappt das ja wieder mit uns zwei – also zwischen dir und der 80s Jeansjacke mit den transparenten Leopardenärmeln von Zara…
Deswegen gibt es noch eine kleine Hilfestellung meinerseits: Falls du das Kleidungsstück nicht mit mindestens 3 Teilen aus deinem Kleiderschrank kombinieren kannst, schieße es ab! Tut weh, aber bringt nichts – trenne dich! Jetzt – SOFORT!

Entscheidungsmüdigkeit

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wenn jemand zu viele Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit treffen muss, man nicht mehr klar denken kann und im schlimmsten Fall (vor allem wenn es um Klamotten geht, ey) falsche Entscheidungen trifft. Also, was bedeutet das für dich?

Du hast Wackelkandidaten und Teile, die du verkaufen möchtest, oder? Das war bestimmt schwer für dich und deswegen wird es jetzt mal Zeit, durchzuschnaufen und dir einen Kaffee zu holen! Eigentlich wie beim Lernen…du kannst ja auch nicht 3h am Stück hoch konzentriert arbeiten und so ist das auch mit deinem Kleiderschrank. Einfach mal alles kurz ruhen lassen und was anderes tun! Wenn dich das Ganze völlig fertig gemacht hat, hilft nur eins: Ne’ Nacht drüber schlafen! :-*

Ehrenrunde

Solltest du bisher in deiner schulischen Laufbahn noch keine Ehrenrunde gedreht haben, wird es jetzt Zeit! Irgendwann muss man sein erstes Mal haben (okay, warum schweife ich heute immer in diese Richtung ab?!) und heute ist dein Tag!
Also Runde 2 des Ausmistens deiner Wackelkandidaten und Verkaufsteile!
Solltest du dir bei bestimmten Teilen immer noch unsicher sein, hilft nur das Anprobieren. Stelle dich vor den Spiegel, mache Fotos, um zu sehen, wie sie dir stehen oder frage eine Freundin um Rat!
Beachte dabei folgendes: Fühle ich mich wohl? Trage ich es gerne? Schmeichelt es meiner Figur? Ist es ein zeitloser Klassiker? Steht mir die Farbe? Und und und…

Du brauchst auch übrigens keine 10 weißen Basic Shirts von H&M – in diesem Fall zählt Qualität vor Quantität!

Ich werde dich nie vergessen

Wer kennt es nicht? Erinnerungen an schöne Zeiten, Momente oder Personen. Ja, du kennst das bestimmt auch: Kleidungsstücke, bei denen man sentimental wird und einen an alte Zeiten erinnern – das Abishirt, Oktoberfestdirndl oder das neonfarbe Mallotze-Shirt mit dem Aufdruck „Suche Mann mit Pferdeschwanz. Frisur egal“. Letzteres hat Gott sei Dank nie den Weg in meinen Kleiderschrank gefunden und ja, ich bin stolz darauf. Wenn du dich damit angesprochen gefühlt hast…jeder hat so seine Laster, nä?! Es ist okay, aber schnapp dir bitte das Shirt und ab damit in die Erinnerungsbox. Nein, es wird auch kein Schlafshirt – weg damit!

Organisation ist alles!

Wow, wir sind auf jeden Fall unserem Ziel deutlich näher. Du hast dich also endlich von Sachen getrennt und weißt jetzt, was du behalten möchtest.

Nicht jeder ist ein Organisationstalent oder hat den Hang zur Ordnung, aber wer Fashion liebt, sollte sich das unbedingt bei seinem Kleiderschrank antrainieren. Es macht dadurch morgens nicht nur mehr Spaß, seine Outfits zusammenzustellen, sondern es wird dir auch jedes Mal beim Blick in den Kleiderschrank ein kleines Glücksgefühl geben – weil alles einfach so hübsch aussieht, ist doch klar!

Natürlich musst du indivduell für dich entscheiden, wie du deinen Kleiderschrank organisieren möchtest: nach Farben, Jahreszeiten oder Schnitte?

Du stehst jetzt also vor deinem leeren, frisch geputzten Kleiderschrank? Schnapp dir ein Blatt Papier und überlege dir ganz genau, welches Ordnungs-System in deinem Schrank am meisten Sinn macht und zu dir am besten passt. Das Ganze sah bei mir dann ungefähr so aus…okay, vielleicht kam da mein Hang zum Perfektionismus durch, aber hey: es hilft! 😉

Organisation_Kleiderschrank
Tipp: Damit alles einheitlicher aussieht, empfehle ich dir übrigens, gleiche Bügel zu benutzen und alles in gleicher Richtung aufzuhängen!

Aus den Augen, aus dem Sinn

Ich habe einen Tick, dass ich all meine Kleidungsstücke wie in einer Boutique auf einem Kleiderbügel hängen sehen muss. Wirklich alles, ja auch meine Hosen und Röcke! Ich kriege ernsthaft die Krise, wenn Sachen gestapelt sind und ich nicht genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Deswegen habe auch ich so gut es geht Platz in meinem Kleiderschrank geschaffen und kann dir diesen Rat nur ans Herz legen!

Lieber hängen, statt falten und stapeln. So hast du eine gute Übersicht von deinen Schätzchen, es ist besser und leichter organisiert und du vergisst auch kein Teil, denn: aus den Augen, aus dem Sinn. Und das wollen wir ja nicht, oder? Und Dinge, die du seltener benötigst, wie bei mir beispielsweise die Reisetasche oder Bettwäsche, landen nicht auf Augenhöhe, sondern werden einfach weiter hinten verstaut.

Belohnung

IT’S A WRAAAAP: Dein Kleiderschrank sollte jetzt in neuem Glanze erscheinen – geputzt, aufgeräumt und aussortiert! Wer jetzt sagt, das fühlt sich nicht gut an, der lügt! Und harte Arbeit muss natürlich belohnt werden…also ab in die Innenstadt mit dir! Im Idealfall hast du beim Ausmisten gemerkt, welches Kleidungsstück dir fehlt und genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dir was Neues zu gönnen! 🙂

 

Natürlich möchte ich dir jetzt noch meine persönlichen Vorher-/ Nachher-Bilder meines Kleiderschranks zeigen.

Linke Schranktüre:

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mittlere Schranktüre:

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rechte Schranktüre:

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Style finden – Selbstfindungsphase

Du bist dir immer noch unschlüssig, welcher Style zu dir passt? Elegant, sportlich, lässig, mädchenhaft? Passen knallige, bunte, pastellige oder dunkle Farben zu mir? Um das herauszufinden:

Ziehe Kleidungsstücke an und stelle dich vor den Spiegel. Du wirst merken, wenn du dich wohl fühlst – so ist das doch auch mit der Liebe. Wenns der Richtige ist, spürt man es, oder? Und so ist das auch mit der Kleidung: Wenn du dich wohl fühlst, wirst du auch automatisch gut damit aussehen. Denn…wenn du dich schön damit fühlst, merken das auch deine Mitmenschen. Man strahlt das einfach aus und hey, das ist mit Abstand das Wichtigste!

Du musst kein Modeblogger sein, ausgefallene Outfits tragen, mutige Kombinationen wählen oder die aktuellsten Trends besitzen. Wenn du dich mit schwarzer Jeans, rotem Shirt und Chucks am besten fühlst, dann trage es! Lass’ dir von niemanden einreden, dein Stil wäre zu langweilig, ausgeflippt oder altbacken. Das ist doch das Schöne an Mode. Jeder kann sich mit ihr so ausdrücken, wie er möchte. Und zum Glück sind Geschmäcker verschieden, du wirst immer jemanden finden, der deinen Stil nicht mag, schlecht findet oder so niemals außer Haus gehen würde. Wichtig ist nur, dass du dir selbst treu bleibst! Falls du mit deinen Klamotten also zufrieden bist, dann ist das ideal. Wenn du was Neues ausprobieren magst, dann sei mutig. Und wenn du dich gerne an Blogger, Stars oder Modemagazinen orientieren willst, dann mein Gott, kopiere es (jetzt vielleicht nicht 1:1, aber du weißt, was ich meine)!

Seinen eigenen Style zu finden dauert! Er entwickelt sich langsam über Jahre und kommt nicht über Nacht. Je mehr du mit dir selbst im Reinen bist, dich wohl in deinem Körper fühlst und dich deiner selbst bewusst bist, desto schneller wirst du ihn finden! 🙂 Lasse dich also von deinen Mitmenschen inspirieren und achte einfach darauf, welche Art von Kleidungsstil dir bei anderen gefällt…und dann bin ich mir ganz sicher, dass wenn du deinen Stil noch nicht gefunden hast, du ihn ganz schnell für dich entdecken wirst! :-**

 

In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel „Spaß“ beim Ausmisten!

Projekt „Kleiderschrank wird frühlingsfit“ kann starten, oder?! 😉

4 Antworten

  1. Super gut geschrieben! Und mein Kleiderschrank wird die nächsten Tage auch mal dran glauben müssen! 🙂

    • Jani Isa
      | Antworten

      Danke Liebes, viel Erfolg! 🙂

  2. Feli
    | Antworten

    Richtig cooler Beitrag, danke für diese super Anregungen was ich am Sonntag machen kann/sollte 🙂 Liebe Grüße Feli von http://www.felinipralini.de

    • Jani Isa
      | Antworten

      Danke 🙂 viel Spaß dabei! :-*

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