365 Tage – mein Jahr 2017 & eure Top 10

eingetragen in: Lifestyle, Thoughts | 0
Lifestyle Thoughts

Jahresrückblicke sind schön. Es ist wie, als würde man sein Leben kurz vor dem Ende nochmal vor seinem inneren Auge halten. Nur eben für 365 Tage. Irgendwie habe ich das aber nicht gefühlt. Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. Ich habe es einfach nicht gefühlt. So wie ich es den ganzen Dezember nicht gefühlt habe.

Ja, ich habe im Dezember nichts von mir hören lassen. Auf so gut wie keiner Social Media Plattform. Weil ich Prioritäten anders gesetzt habe. Mir irgendwie mehr Zeit für mein Privatleben genommen habe. Zur Ruhe kommen musste. Und wer sich gewünscht hat, heute einen besonderen Jahresrückblick, wie im letzten Jahr, von mir zu lesen, den muss ich schweren Herzens enttäuschen.

So ein Rückblick zu verfassen ist nämlich nicht immer ganz cool. Weil man immer einen Großteil der Dinge wieder vor Augen geführt bekommt. Dinge, die man irgendwie losgelassen hat. Denen man keine große Bedeutung mehr schenken möchte. Mit Dingen, die einfach abgeschlossen sind und nicht mehr ausgekramt werden müssen!

Zu 2017 gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es war ein krass anstrengendes und unglaublich überraschendes Jahr. Ziemlich viel privater Müll, den ich nicht getrennt hatte. Müll, den ich irgendwie in eine Tonne gesteckt hatte. Alles gemischt und vieles zusammen. Könnte man also zum Jahresende mal anzünden. Das gute Stück. Und das habe ich auch.

2017 war mein Jahr, um Abschied zu nehmen. Mich emotional zu trennen. Abzukapseln. Viel Zeit für mich selbst zu nehmen. Nicht auf die Meinung anderer zu hören. Ansichten und Grenzen von anderen zwar zu akzeptieren, aber nicht zu meinen eigenen werden zu lassen.

2017 war mein Jahr, um Abschied zu nehmen. Von all diesem Bullshit, der mir meinen Schlaf geraubt und Nächte zu Tage hat werden lassen. Das Jahr, das Türen verschlossen, aber auch neue geöffnet hat. Du kennst das ja, wenn sich eine Türe schließt, dann öffnet sich eine neue… Genau dann, wenn man es irgendwie am wenigsten erwartet und am besten passt. Das Jahr hat mir wieder gezeigt, dass Dinge einfach passieren müssen. Aus gutem Grund. Und an dieser Stelle möchte ich aus zwei meiner Beiträge zitieren, die genau das am besten zusammenfassen:

Ja, es gibt Dinge im Leben, die hätte ich gerne vorher gewusst. Dinge, vor denen man mich gewarnt hätte. Aber heute bin froh. Darüber, dass ich Erfahrungen selbst gemacht habe. So sehr ich das Beste für mich selbst möchte, so sehr weiß ich, dass das nicht immer möglich ist. Zum Glück. Wie könnte man denn sonst auch die guten Tage oder Momente zu schätzen wissen?
Ich brauche das. Gefühle. Alle – und zwar viele davon. Nicht nur die guten, sondern auch die schlechten.
Ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, wenn ich Dinge anders gemacht hätte. Andere Entscheidungen getroffen hätte. Doch wer noch nie von seinem Weg abgekommen ist, der wird den richtigen auch niemals zu schätzen wissen können, oder? Diese Kleinigkeiten im Leben. Die Magic Moments. Wäre man überhaupt noch in der Lage, diese dann wahrzunehmen? Alle Gefühle und Emotionen sind miteinander verbunden. Das gehört zum Leben einfach dazu.
Glück darf und soll nicht die einzige Emotion sein, der wir hinterherrennen. Weil wir sonst daran vorbeilaufen.
Wir würden ansonsten einfach daran vorbeilaufen….

 

Man kann nicht immer glücklich sein. Glück kann nur existieren, wenn die anderen Emotionen auch vorbeischauen. Sich ab und zu mal blicken lassen. Wären wir immer glücklich, würden wir diesen Zustand nicht mehr als Glück erkennen können. Wir könnten es einfach nicht mehr wahrnehmen. Zu schätzen wissen. Die mit Glück verbundene Euphorie verfliegt sowieso ziemlich schnell. Glück kann kein dauerhafter Zustand werden, weil es immer an einem Augenblick geknüpft ist. So wie mit der anfänglichen rosaroten Verliebtheit oder mit dem neuen Paar Schuhe im Kleiderschrank. Man gewöhnt sich. Wir Menschen gewöhnen uns erschreckend schnell. Zu schnell, findest du nicht auch? Genau deswegen sollte Glück keine Normalität werden. Es ist etwas Besonderes. Etwas Vorübergehendes und unglaublich Wertvolles. Emotionen müssen sich nun mal abwechseln, damit wir in der Lage sind, Freude zu spüren. Wie alles da draußen, erblüht unser Leben nur durch den Wechsel von Sonnenschein und Regen. Wir brauchen diese Höhen und Tiefen einer Achterbahn. Das Auf und Ab von Emotionen. Weil sie dir zeigen, dass du lebst. In vollen Zügen! 
Es wird nicht immer Spaß machen. Glück ist nicht das Gleiche wie Wohlfühlen. Genauso wenig wie es bedeutet, immer nur gut gelaunt zu sein, egal was passiert.
Das Geheimnis hinter diesem ganzen Glücklichsein ist die Balance. Es geht darum, sich von schwierigen Zeiten nicht unterkriegen zu lassen. Nach jedem Hinfallen wieder aufzustehen. Dankbar darüber zu sein, was man hat und glückliche Phasen zu schätzen zu wissen. Hören wir auf, ständig den „good vibes“ hinterher zu rennen. Kann es nicht sein, dass unsere Vorstellung vom Glück uns erst Recht unglücklich machen? Je stärker wir versuchen, schmerzhafte Gedanken und Gefühle zu verdrängen oder durch positive zu ersetzen, desto mehr fangen wir an, zu leiden. Irgendwo zwischen diesem ganzen Glück und Unglück liegt die Zone, wo es sich vermutlich am besten leben lässt. Kein Leben ist vor kleinen oder großen Schicksalsschlägen geschützt. Dieses Glück, welches sogar das Unglücklichsein umfasst – das ist es, was wir anstreben sollten. Nicht mehr und nicht weniger. 

 

365 Tage – 2017, ich habe Abschied genommen.

Das Jahr 2017 geht zu Ende. Es hatte seine guten, sowie schlechten Tage. Doch an jeder Straßenecke ist zu hören, dass 2018 alles anders werden soll. Das nächste Jahr endlich besser werden soll. Diesmal wirklich. Aber was genau soll eigentlich anders werden?

Sind wir realistisch, es wird nicht das super Jahr schlechthin geben. Weil kein Jahr perfekt laufen wird. In dem einen passiert vielleicht mehr, in dem anderen weniger. Mal sind es mehr Highlights, mal mehr Rückschläge. Aber das ist in Ordnung. Vollkommen normal. Du solltest dir nur verinnerlichen, was genau du für dein eigenes Glück verändern kannst und was überhaupt Potenzial hat, sich zu ändern. Und dir gleichzeitig bewusst machen, dass manche Dinge einfach geschehen müssen. Man auf vieles einfach keinen Einfluss hat. Eben alles aus diesem einem bestimmten Grund passiert. Menschen kommen, Menschen gehen. Türen sich öffnen und schließen.

Und genau das alles spiegelt sich in vielen meiner Beiträgen aus diesem Jahr wider. Um genau zu sein, sogar in einigen von euch meist gelesenen Top 10 Beiträgen!

In diesem Sinne, bevor wir mit euren liebsten, aus dem Jahr 2017, verfassten Beiträgen starten, einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Macht was draus, denn die Welt macht es nicht für euch! Und macht es für euch selbst, denn am Ende des Tages bist du die Person, die bleibt.

 

Eure Top 10 Beiträge aus dem Jahr 2017 

Top 10 – warum du mehr Zeit alleine verbringen solltest!

„Weil du der Mensch bist, mit dem du die meiste Zeit deines Lebens verbringen wirst. Musst! Und mit genau dieser Erkenntnis solltest du jetzt spätestens anfangen, zu lernen, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Dich zu akzeptieren und auszuhalten. Um genau zu sein so lange, bis du das Alleinsein in vollen Zügen genießen kannst!“

 

Top 9 – wenn keiner an dich glaubt…

„Jeder, der sich Ziele setzt und nach dem Verwirklichen seiner Träume strebt, ist einem Risiko ausgesetzt:
Der Gefahr zu Fallen. Zu Scheitern. Aber sind wir mal ehrlich, ich meine, so ganz unter uns: Sind wir das nicht immer? Das Leben ist nicht sicher. Nichts ist sicher. Sei es die Beziehung, die für immer halten soll, der Job, bei dem du einen unbefristeten Vertrag hast oder die Gesundheit ohne Vorerkrankungen. Jeder von uns möchte gerne so sicher wie möglich leben, aber wir sollten uns bewusst machen, dass dieser Zustand nie erreicht werden kann.“

 

Top 8 – wie es sich anfühlt, nackt zu sein

„Na, wie geht’s dir? – Sind wir mal ehrlich, wie oft geben wir daraufhin eine ehrliche Antwort? Und wie oft sagen wir aus Reflex, dass es uns gut gehe, obwohl wir eher das Gegenteil empfinden? Ja, wir wollen nicht jedem von unserer aktuellen Gefühlslage erzählen, aber manchmal wollen wir auch einfach gar nicht reden. Mit niemanden. Lieber ein Lächeln aufsetzen, als erinnert zu werden. Lieber sagen, dass es einem gut gehe, als nachgefragt zu werden.“

 

Top 7 – Hör‘ auf zu stalken! 

„Naja und ehe man hinsieht, landet man mal wieder auf dem Facebook Profil vom Ex. Oder von seiner Neuen. Oder auf dem Instagram Account der Schulkameradin. Zum hundersten Male. In den letzten zehn Minuten!

Mache einen Cut. Im Kopf! Und mache dir auch keinen scheiß’ Fakeaccount!“

 

Top 6 – Manchmal

„Das Ding ist, manchmal reden Menschen von Vermissen. Von dieser einen Leere, die dann zurückbleibt. Aber ich spüre das nicht. Bei mir ist da gerade keine Leere. Bei mir sind tausend Gedanken. An ausgesprochene Worte und Blicke. Blicke, die entstanden, als Worte nicht mehr zu finden waren. Die auf einer Ebene kommunizierten, die so magisch waren, wie kein Beispiel es an dieser Stelle jetzt zum Ausdruck bringen könnte.“

 

Top 5 – Heilt die Zeit wirklich alle Wunden?

„Wir haben diese eine Schwachstelle. Diesen wunden Punkt. Diese Situationen, wo du genau an diese eine Wunde erinnert wirst. Wo du fällst. Meist passiert es zufällig, ganz ohne Vorwarnung. Es ist dieser Moment, wo es sich anfühlt, als hätte jemand gerade dein Pflaster weggerissen. Mit voller Wucht. Dieser Moment, wo du merkst, dass diese Wunde eben nie wirklich verheilt war. Das braucht nicht immer viel. Nein, manchmal reicht nur ein Blick, ein Wort aus. Und manchmal auch einfach nur ein verdammtes WhatsApp Bild.“

 

Top 4 – Generation Beziehungsunfähig: über das Dating und Spielchen spielen

„Wir sind einfach eine Generation, die sich nicht entscheiden kann. Weil wir nicht mal müssen. Warum denn auch? In einer Welt, wo es doch so einfach ist, neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Der Markt ist überschüttet. Wir leben in einer Zeit, wo wir uns Männer und Frauen wie im Online Shop aussuchen können. In der wir uns innerhalb von Minuten zum Sex verabreden, mit einem Klick blockieren und ignorieren können, als hätte es ein „uns“ nie gegeben.

An jemanden festhalten? Niemals. Es könnte doch noch jemand Besseres auf uns warten.
Wir tun uns schwer, uns zufrieden zu geben. Wir wissen zwar grob, wonach wir suchen, aber haben wir dann eine Person gefunden, verpassen wir es meistens, Vollgas zu geben.“

 

Top 3 – Liebe, Trennung, Freunde bleiben

„Und dann steht man da. Gemeinsam am Abgrund. Vor einem Trümmerhaufen, mit dem man kaum weiß umzugehen. Mit Erinnerungen an eine Zeit, in der man dachte, dass es niemals vorbei sein wird.

Schweigen; Stille. Weil es sich keiner traut laut auszusprechen. Sich keiner mehr traut, überhaupt etwas zu sagen. Diese eine Frage in der Luft schwebt, die man hätte niemals gedacht, aussprechen zu müssen:

Wie geht es jetzt weiter mit uns?“

 

Top 2 – Beziehung? – Nein, danke.

„Also lieber sich wieder aus der Türe schleppen. Nicht über Nacht bleiben. Schon dreimal nicht zum Frühstück. Gehen, ohne ein Wort über den Abend fallen zu lassen. Die Türe hinter sich zu ziehen und keine Nachricht hinterlassen, wenn man gut daheim angekommen ist.

Wir gehen also in der Hoffnung, unser Herz nicht zu verlieren. An eine Person, bei der wir uns gerade so unglaublich wohl gefühlt haben. An eine Person, die uns zu gefährlich ist. Weil da zu viel Potenzial ist. Für die ganzen Gefühle. Für die wunderschönen und für die schmerzhaften.“

 

Top 1 – Ich lass‘ dich los!

„Ich wollte mit dir so vieles. So verdammt vieles.Und vor allem eins: Dass es für immer ist.
Ich wollte, dass du genau diese Person bist. Die richtige meine ich. Die Person, die am besten zu mir passt. Mit der ich vor dem Traualter stehen und ewige Liebe versprechen werde.
Für mich stand fest: Du bist es. Und genau das war das Problem. All das stand fest. Zu jeder Zeit für mich. Zu keiner Zeit für dich.“

 

Vielen Dank an jeden Leser, jede Nachricht, jedes Feedback und all‘ die lieben Worte! 
Freunde der Nacht, wir sehen uns im Jahr 2018! xx 

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.