Ich stelle mich meiner größten Angst.

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Ich habe es getan. Ich habe es wirklich getan und es gibt kein Zurück mehr. Uff. Was mich auf der einen Seite gerade zur gefühlt glücklichsten Person auf diesem Planeten macht, nimmt mir auf der anderen etwas die Luft zum Atmen weg. Na gut, etwas mehr als nur „etwas“. Etwas sehr viel sogar.

 

Aber fangen wir mal langsam an…

Ich sitze gerade auf meinem Bett. Mit Espresso und meiner Spotify Playlist. Verfolgst du mich schon länger, weißt du ziemlich viel über mich. Sehr viel eigentlich. Über meine Person und über meine Denkweise. Du weißt, dass ich jemand bin, der sich viel mit sich selbst beschäftigt. Sich manchmal zu viele Gedanken macht. Und am Ende des Tages einfach nur alles dafür tut, um glücklich zu sein. Nicht umsonst stehen meine Beiträge unter dem Motto „always choose happiness“. Es ist um ehrlich zu sein mehr als nur ein Motto für mich. Für meinen Blog. Es ist mehr als ein trendiger Lifestyle. Es ist einfach das, was in meinen Augen das Leben ausmacht. Ausmachen sollte.

Ich sitze also gerade auf meinem Bett. Vor meinem Macbook. Und schreibe diese Zeilen. Und weißt du was? Ich habe absolut keine Ahnung, was ich genau mit diesem Beitrag sagen möchte. Ich weiß nur, dass ich gerade einfach sehr viel fühle. Sehr viele Emotionen in mir habe, die ich loswerden muss. Will. Weil ich mir sicher bin, dass es draußen mindestens eine Person gibt, die mich verstehen wird. Und hey, vielleicht bist ja genau du diese eine Person…

 

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Ich habe es also getan. Mir einen unfassbar großen Traum erfüllt. Ich habe vor wenigen Stunden meine Reise nach Tansania gebucht. Um genauer zu sein: Es geht nach Zanzibar. Ein Ort, der seit sehr vielen Jahren ganz weit oben auf meiner Travel-Bucket-List steht. Ja verdammt, ich könnte gerade die ganze Welt deswegen umarmen. Schon allein der Gedanke daran, bald an diesem magischen Ort zu sein, löst in mir so starke Glücksgefühle aus, dass ich gar nicht mehr aufhören kann zu grinsen. Ich kann es einfach nicht glauben. Ich kann es nicht glauben, dass ich mir so eine Reise selbst finanzieren werde. Und ich kann es nicht glauben, dass ich es gebucht habe und alles bald Wirklichkeit wird. Ehrlich, ich liebe das Reisen einfach. Nichts inspiriert und erfüllt mich mehr als das Entdecken neuer Landschaften, Kulturen und Orte. Ich könnte an dieser Stelle ewig viele Zeilen darüber loswerden, was das Reisen für mich bedeutet und warum ich am liebsten dafür mein Geld ausgebe, jedoch werde ich das wahrscheinlich in einem anderen Beitrag mal näher erläutern.

 

Die andere Sache mit dem Alleinsein

Worüber ich reden möchte ist meine mit der Reise verbundene Angst. Ich spüre nämlich nicht nur unglaubliche Vorfreude, sondern gleichzeitig wirklich panische Angst. Es ist tatsächlich nicht nur irgendeine Reise. Es ist auch nicht einfach nur eine Reise in ein Land, welches mich reizt. Nein. Es ist meine allererste Reise alleine. Ich werde in genau 42 Tagen das erste Mal in meinem Leben alleine in ein fremdes Land und gleichzeitig außerhalb von Europa verreisen. Und mich dadurch meiner größten Angst stellen: Komplett alleine auf sich gestellt zu sein. Es ist nicht zwingend die Angst vor dem Alleinsein. Verstehe das nicht falsch. Gar nicht. Ich habe kein Problem damit, mich alleine zu beschäftigen oder mich bewusst mehr mit mir selbst auseinandersetzen zu müssen. Ich meine was anderes. Ja, wir sind an dem Punkt angekommen, wo es für mich schwer wird, die richtigen Worte zu finden. Die passenden Worte, die das beschreiben, was gerade in mir vorgeht.

Ich habe Angst vor Hilflosigkeit. Ich denke das ist das eine Wort, welches es am besten trifft. Und ein Wort, welches auf meine früheren Panikattacken zurückzuführen sind. Die ich zwar besiegt habe, aber nie hundertprozentig. Da gibt es noch diese 5%, die übrig geblieben sind. Denen ich mich bis heute nie gestellt habe und mit der Reise nach Zanzibar tun werde.

Ich werde komplett alleine verreisen. Ohne jemanden an meiner Seite. Ich werde komplett auf mich alleine gestellt sein. Und das macht mir so Angst. Sollte irgendetwas passieren, bin ich alleine. Es wird niemand da sein. Es verunsichert mich und macht mich zu einer echt schwachen Person.

 

Mein Päckchen aus der Vergangenheit

Von Panikattacken gibt es verschiedene Arten und Stufen. Ein ziemlich schwieriges Thema, worauf ich hier jetzt eigentlich gar nicht großartig eingehen möchte.
Worauf ich eingehen möchte, ist die Angst davor, dass es bei mir zurückkommen wird. Die Angst vor der Angst also.
Ich muss ein bisschen aus der Vergangenheit ausholen:
Einer der schlimmsten Attacken hatte ich vor ein paar Jahren auf meinem Thailandflug. Grund, warum ich seitdem keine Fernreise mehr angetreten bin. Weil es mich einfach so unfassbar geprägt hat. Ich habe keine Flugangst, keine Angst vor dem Abstürzen (okay, Hand auf’s Herz: bei starken Turbulenzen vielleicht doch manchmal ein klein wenig hihi). Es ist eher dieses einengende Gefühl, da oben eingesperrt zu sein. Nicht wie beim Bahn- oder Autofahren, wo ich nahezu jederzeit aussteigen kann. Flüchten kann. Man ist im Flugzeug eingesperrt. Für viele Stunden auf engem Raum mit vielen Menschen. Ein Gedanke, der mich zur Hyperventilation bringen kann. Ein Gedanke, welcher mir den Höllentrip meines Lebens verschafft hatte. Ich werde es jetzt nicht schön reden: Ich habe damals wirklich gedacht, ich würde in diesem Flugzeug sterben. Ich hatte Todesangst. Und das hat mich nicht nur im Flieger, sondern auch weiter vor Ort begleitet. Meine Psyche hatte es geschafft mir Syptome vorzuspielen, die definitiv ernst zu nehmen waren. Die nicht nur mich, sondern auch meine damalige Begleitung beängstigt haben. So sehr, dass wir aufgrund der medizinischen Möglichkeiten vor Ort sogar überlegt haben, die Reise abzubrechen. Haben wir nicht. Mein Gott, zum Glück nicht! Weil ich kerngesund war. Genauso so sehr, wie ich es auch heute noch bin. Aber ich war wenigstens froh, in Thailand jemanden an meiner Seite gehabt zu haben. Der sich um mich kümmern konnte, als ich selbst nicht mehr wirklich in der Lage zu war.

 

Angst vs. Leben – Tue es einfach!

Zanzibar. Brauche ich hier wirklich auf die medizinische Versorgung eingehen? Darauf eingehen, dass Tansania eines der ärmsten Länder auf dieser Welt ist? Die Malaria Gefahr hoch ist? Ja, man könnte sich definitiv ein sicheres oder bequemeres Reiseziel aussuchen. Vor allem, wenn man vor hat, das erste Mal alleine zu verreisen. Als Frau. Es hätte bestimmt auch Barcelona oder Rom gereicht.

Ich bin ein extremer Mensch. Das war ich schon immer. Es ist eine Eigenschaft, die mich als Skorpion ausmacht und mit der ich mich am meisten identifizieren kann. Ich mag keine halbe Sachen. Entweder ganz oder gar nicht. Entweder extrem oder ja, halt einfach gar nicht!
Meine letzte Fernreise ist fast drei Jahre her. Ich habe mich seitdem verändert. Natürlich habe ich das. Habe mich weiterentwickelt, bin selbstbewusster geworden. Habe zu mir gefunden, mich lieben gelernt und bin durch viele Entscheidungen reifer geworden. Ich fühle mich also bereit, mich meiner Angst zu stellen. Mich sozusagen den letzten 5% zu stellen. Es wird Zeit, dass ich meine Komfortzone verlasse und mich meiner persönlichen Herausforderung widme. Ich weiß, dass ich unglaublich stolz auf mich sein werde, wenn ich diese gemeistert habe! Weil es sich am Ende lohnen wird. Ich keine Angst zu haben brauche.

Ich werde tatsächlich in 42 Tagen alleine verreisen. Für einige nichts besonderes. Vielleicht sogar was alltägliches. Nichts wo vor man Angst haben oder Mut brauchen muss. Aber es gibt auch die Sorte Mensch wie mich. Die Respekt davor hat. Angst und Mut dafür braucht, um vielleicht hinterher herauszufinden, dass es einer der besten und schönsten Entscheidungen war.

Ich werde jetzt erstmal eine Nacht darüber schlafen müssen, um zu realisieren, dass ich bald an einem weißen Sandstrand mit Blick auf das türkisfarbene Meer liege. Ich bald alleine neun Stunden im Flugzeug sitzen werde und eine Woche auf mich selbst gestellt bin.

 

Wie sieht es mit dir aus?
Zu welcher Sorte Mensch gehörst du?

PS.: Besteht Interesse an dem Thema „Alleine verreisen“? Ich kann mir gut vorstellen eine kleine Serie zu starten. Warum Tansania? Wie sieht meine Vorbereitung und Reiseplanung aus? Was werde ich beachten? Und und und…

Lass’ es mich gerne in den Kommentaren wissen! <3

2 Antworten

  1. Anne
    | Antworten

    Hallo liebe Janine!

    Ich hab bisher noch nie irgendeinen Blog kommentiert oder gar regelmäßig gelesen.
    Aber du, meine liebe, sprichst mir echt aus dem Herzen! Ich finde mich in so vielen deiner Texte wieder – Wahnsinn!
    Endlich mal keine heileWelt-schautmalwasichallesgesponsertbekomme Beiträge, sondern so richtig schön ehrlich und authentisch!
    Ich freu mich auf ganz viele neue Zeilen von dir – und bin so gespannt auf deine Erfahrungen der ersten Reise alleine!
    (Das Thema beschäftigt mich auch seit Ewigkeiten)

    Mach bloß weiter so! 😉

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Jani Isa
      | Antworten

      Hallo liebe Anne,
      wow – vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Das freut mich unfassbar zu hören!!! 🙂
      Falls du es noch nicht gesehen hast, ein Beitrag über meine Reise alleine ist jetzt online :-*
      Fühl dich gedrückt,
      Janine

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