London oder warum ich ein schlechter Blogger bin!

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London oder…

…eher warum ich nicht in die Social Media Welt passe und ein schlechter Blogger bin. Obwohl, kann ich wirklich „schlecht“ sagen? Ich weiß es um ehrlich zu sein gar nicht. Finden wir es doch mal heraus…

Eigentlich war ein großer Blogpost über meinen Kurztrip in London geplant.

Impressionen, Hot-Spots, Geheimtipps und vor allem Bilder…viele Bilder! Um ehrlich zu sein, zeigt meine Speicherkarte genau 7 Bilder an. 7 Bilder, die ich theoretisch für meinen Blog jetzt verwenden könnte, denn Iphone Qualität ist nicht gut. Das macht man nicht. Sagt man. Das hat auf einem guten Blog nichts zu suchen. Heutztage zählen nur noch professionelle und qualitativ hochwertige Bilder. Selbst bei Instagram, eine App, die eigentlich Schnappschüsse, schöne Momente, ein persönliches Fotoalbum sein und zeigen sollte, hat sich für viele zu einem lukrativen Business Modell entwickelt.

Wir schreiben das Jahr 2016.
Es gibt jetzt die Berufe Instagram Star, Influencer, Blogger oder Youtuber. Ja, es sind Berufe, egal was man selbst davon halten mag. Einige verdienen damit nicht nur ein kleines Taschengeld, sondern können dadurch tatsächlich ihre Miete bezahlen und von diesem Hobby auch gut leben. Auf den einen wirkt das vermutlich befremdlich oder sogar unfair, es ist schließlich kein anerkannter Beruf. Doch ich bin mir sicher, in spätestens 10 Jahren wird sich das in unserer modernisierten Welt geändert haben. Social Media wird einfach Jahr für Jahr bedeutender und interessanter. Würden wir jetzt natürlich anfangen, die Tätigkeit mit der eines Altenpflegers zu vergleichen, wäre die Diskussion hier groß. So ist das im Leben nun mal: Die Menschen haben verschiedene Berufe aus den unterschiedlichsten Gründen. Der eine wird körperlich oder geistig immer mehr leisten müssen als der andere und im Gegenzug viel weniger verdienen. Das ist einfach so. In diesem Fall gibt es aber keine Gewinner oder Verlierer, solange jeder mit seiner Situation zufrieden ist, oder?

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Beruf Blogger. Selten wird ein Job so sehr in der Luft auseinandergenommen (Hallo unzufriedene Neider!) und gleichzeitig als Traumjob betitelt. Blogger sind ständig am verreisen, sind ihr eigener Chef, bekommen Einladungen zu glamourösen Events, jeden Tag kostenlos Pakete mit tollen Produkten zugeschickt, werden von großen Marken gesponsert und bezahlt. Und was müssen sie dafür tun? „Nur“ Bilder auf Instagram posten oder einen Beitrag auf dem Blog verfassen. Klar, wer von solch einem Hobby leben kann ist wirklich zu bewundern.

Ich selbst bin mit meinen 43k Followern ein kleiner Fisch auf Instagram, gehöre schon lange nicht mehr zu den größeren Accounts. Trotzdem weiß ich ziemlich genau was hinter diesem Traumjob steckt. Viel Arbeit, Fleiß, Disziplin und vor allem eins: Das Aufgeben der eigenen Privatsphäre. Mehr Schein als Sein und mehr Fake als Realität!

Doch kommen wir erst mal zurück zu London. Wow, ich bin verzaubert. Kaum eine Stadt hat mich so sehr in Vorfreude gesetzt wie London. Und kaum eine Stadt hat so sehr meine Erwartungen übertroffen wie diese. Und vor allem hat mich keine Stadt bisher so arm gemacht! Ja, London kann wirklich so einiges! Fotogen sein vor allem. Ich hätte wahnsinnig schöne Bilder machen und Momente festhalten können. Bilder sind schließlich immer eine tolle Erinnerung.

Aber irgendwie war es diesmal…anders.

Ich bin eigentlich genau dieser Mensch, der im Urlaub ständig an seiner Kamera hängt und bei jedem schönen Motiv ein Bild machen möchte – ohne wahrscheinlich zu wissen, dass gerade der schöne Moment in Wirklichkeit verpasst wird. Durch die Linse eine Stadt entdecken…als Blogger ein absolutes Muss. Man braucht schließlich tolle Bilder für die Social Media Welt. Der Community zeigen und beweisen wie toll der Urlaub ist. Im Endeffekt ist das immer der Grund, warum Blogger oder Instagramer das tun. Man präsentiert eine schöne Welt, seine schöne Welt – die meisten Accounts wollen schließlich eines bezwecken: „Schau doch mal wie toll mein Leben ist und was ich alles sehe oder erlebe“. Selbstdarstellung. Das ist in irgendeiner Form ja auch immer beeindruckend. Inspirierend. Bewundernswert. Ja, es macht neugierig und ist interessant. Sonst würdest du diesen Personen nicht folgen, stimmt’s? Es wirkt wie ein Traumleben. Und Traumjob.

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Ja, eigentlich war ein großer Blogpost über meinen Kurztrip in London geplant.

Impressionen, Hot-Spots, Geheimtipps und vor allem Bilder…viele Bilder, schöne Bilder. Doch irgendwie war es diesmal einfach verdammt nochmal anders. Irgendwas ist mit mir passiert.

Ziemlich bewusst wurde mir das ganze während der Hop-on-Hop-off-Tour. Ganz oben auf dem Doppeldecker, Kopfhörer rein, Musik an, der Wind zieht an einem vorbei, die Sonne strahlt einem mitten ins Gesicht und dann war da dieser kleine persönliche Magic Moment da. Ich habe diese Fahrt so unfassbar genossen, das glaubst du mir nicht. Ich habe diese Stadt, die Aussicht, die ich von da oben hatte und all die Eindrücke von London einfach mal nur genossen. Für mich. Mit meiner Mama. Ich wollte nicht wie wild versuchen das best möglichste Bild einzufangen, ich wollte diesen Moment einfach für mich, für uns haben. Egoismus, der in die Bloggerwelt nicht reingehört. Jedoch Egoismus, der mir wichtiger als Follower, Likes oder jegliche Form von virtueller Anerkennung ist.

Ich habe mit Sicherheit ein paar Eigenschaften, die man als Blogger mitbringen muss. Ich liebe es zu fotografieren, zu schreiben und interessiere mich für Themen, die auf einem Blog gut ankommen. Sich hier in dieser Form kreativ entfalten zu können macht mir unfassbar viel Spaß, sonst würden das die Anderen oder ich ja auch nicht tun. Natürlich gibt es auch die Sorte, die das nur wegen des Geldes machen, aber ich habe im Gefühl, dass dies bei den Größeren tatsächlich weniger der Hauptantrieb ist. In erster Linie ist es bei den Meisten eine Leidenschaft. Zum Glück, denn genau das sollte es ja auch sein! So sollte es bei einem guten Blogger sein. Gute Blogger bringen aber auch regelmäßigen Content, am besten nahezu täglich. Fotografieren, wie man es nur aus Hochglanzmotiven kennt. Widmen jede Sekunde in ihr Baby, in ihren Blog. Haben keine genaue Abgrenzung mehr. Der Blog ist mehr als ein Hobby. Er ist plötzlich Beruf, Freizeit und Erfüllung in einem.

Ich bringe allerdings keinen regelmäßigen Content, habe gleichzeitig einen Vollzeitjob und denke nicht jede Sekunde an Social Media. Ich bin normal. Zu normal, zu sehr das Mädchen von nebenan und zu tiefgründig für Social Media. Und weißt du was? Ich bin gerne normal (naja gut, der ein oder andere würde das jetzt vermutlich nicht so unterschreiben haha) und ich brauche das. Ich brauche mein Privatleben, meine Zeit für mich, mein Zuhause. Ich brauche es, kein Handy und keine Kamera in der Hand zu haben. Und ich brauche meine Liebsten um mich herum, die nichts mit Social Media am Hut haben.

Okay Halt Stopp! Wow, das klingt so unfassbar nach den 90ern, und ist es nicht traurig, dass ich über sowas etwas überhaupt erst schreiben muss? Willkommen in unserer heutigen Zeit! Genau DAS ist es, was mir in London so unglaublich stark aufgefallen ist. Ich will im Hier und Jetzt leben. Ich habe keine Lust ständig an Instagram oder an Blogbilder denken zu müssen. Ich will nicht jeden Tag ein Bild posten und es ist okay dadurch gleichzeitig Follower zu verlieren. Das ist kein Weltuntergang! Es ist für mich in Ordnung, einen Alltag zu haben, der zu langweilig für eine Snapchatstory ist. Es ist nicht schlimm ein durchschnittliches Leben zu führen, es ist einfach nur wichtig mit seinem glücklich zu sein!

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Wir leben in einer Welt, wo Vlogging tatsächlich deine Karriere werden kann.

Jeden Tag aus dem Koffer leben, von Paris über Köln nach New York und zurück nach Mailand. 2x im Monat zu Hause sein, von einem Event zum anderen Meeting springen, zwischendrin sich von einem Fotografen im neusten Designeroutfit shooten lassen und nebenbei Emails beantworten. Mal abgesehen davon, dass das kostenlose Reisen wohl der größte Pluspunkt am Blogger sein ist, siehst du im Endeffekt ziemlich wenig vom jeweiligen Land. Vor Ort gibt es straffe Programme und man verbringt wohl mehr Stunden mit Warten am jeweiligen Flughafen als mit dem Anschauen der Sehenswürdigkeiten. Und hey, du musst jeden Tag übrigens perfekt gestylt sein, denn das ist ja auch irgendwie dein Job als Blogger. (Spätestens da bin ich raus – #teamjogginghoseundungeschminkt)
Dein Handy und Laptop sind deine wichtigsten Begleiter, das ist der Preis, den du als Blogger einfach gerne zahlen musst.

Jeden Tag in Snapchat mein Leben auf Schritt und Tritt dokumentieren? Hätte ich das wirklich mit meinem gesamtem London Urlaub tun sollen? Je mehr man von sich selbst preisgibt, desto mehr Follower bekommt man. Das Geheimrezept schlechthin. Klar, macht Sinn. Aber man muss Prioritäten setzen und individuell für sich entscheiden, welchen Weg man einschlagen möchte. Ich für meinen Teil, habe lieber die Zeit mit meiner Mama als mit dem Handy verbracht, gute Gespräche gehabt und die Sonnenstrahlen genossen. Hey, mal abgesehen davon, was hatten wir eigentlich für ein unfassbar geniales Wetter dort??

Okay, zurück zum Thema.

Likes, Kommentare und Follower – alles Dinge, worüber man sich ja irgendwie freut. Gerade Kommentare oder Nachrichten können so viel in einem auslösen. Sie sind ja doch in gewisser Weise persönlich. Da hat sich jemand Fremdes hingesetzt und DIR etwas geschrieben. Ja, das ist ein schönes Gefühl. Hattest du vielleicht gerade einen schlechten Tag, sind solche Texte tatsächlich goldwert und tun einfach verdammt gut zu lesen! Ja, ich würde lügnen, wenn ich sage, dass ich mich nicht darüber freue oder es für einen kurzen Moment mein Selbstwertgefühl noch mehr steigert.

Doch im Endeffekt was bringt es mir? Einen kurzen Moment der Zufriedenheit? Anerkennung von Fremden, die mich persönlich gar nicht kennen, nie ein offenes Ohr für mich haben werden, nicht da sind, wenn ich mal jemanden zum Reden brauche und irgendwie gar nicht existieren – in meiner richtigen Welt. In meinem normalen Alltag. Sagen Likes wirklich über mich aus, dass ich hübsch bin? In der heutigen Zeit ist es augenscheinlich am wichtigsten, wie attraktiv man sich auf Fotos darstellen kann. Bin ich auch mit jedem Kommentar beliebter oder cooler?

Tatsächlich musste ich schon des Öfteren die Erfahrung machen, dass mein Instagram Account ziemlich anziehend auf die Männerwelt wirkt. Männer, die sich plötzlich für das Bloggen interessieren, für meine Selfie-Technik und wie das Geld verdienen mit Instagram so funktioniert. Are u serious boy? Ist man mit mir in Kontakt, wird damit angegeben, dass man mich kennt?! Schrecklich. Furchtbar. Armselig. Reichweite ist plötzlicher interessanter als die Person, die dahinter steckt. Leute aus meinem Bekanntenkreis erwarten von mir, dass ich durch meine Präsenz auf Social Media eingebildet bin, damit angebe oder gerne darüber rede. Ich bin ja irgendwie doch auch als kleiner Fisch für Außenstehende mitten im Geschehen drin und verdiene schließlich als Blogger ein kleines Taschengeld dazu.

Ich schäme mich auf keinen Fall für all das hier. Trotzdem erwische ich mich tagtäglich dabei, wie unfassbar unangenehm es mir ist, auf meinem Blog oder Instagram Profil angesprochen zu werden. Lerne ich jemand neues kennen, will ich, dass der- oder diejenige erst so spät wie möglich von meinem Hobby erfährt. Wie oft wird man einfach in Schubladen gesteckt?! Wie oft musste ich erklären, dass das kein „big deal“ für mich ist und ich trotz alldem ein ganz normales Leben führe? Ich definiere mich nicht durch Likes. Likes definieren einen Menschen einfach nicht. Ich habe kein besseres Leben als Menschen mit 200 Followern und kein schlechteres Leben als Menschen mit 500k Followern. Keiner von uns führt tagtäglich das perfekte Leben, auch wenn dies vielleicht gerne so auf diversen Plattformen vermittelt wird.

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Nun saß ich da oben auf diesem Doppeldecker und habe mich tatsächlich gefragt, was zur Hölle ist mit uns passiert, dass wir alles online mit jedem teilen möchten? Und viel wichtiger…wo zur Hölle soll das mal enden? Ich muss mich an dieser Stelle ganz klar an die eigene Nase packen und bekenne mich ebenfalls schuldig. Klar tue ich das, sonst wärst du vermutlich auch nicht gerade auf meinem Blog. Wer social-media-affin ist, weiß, dass ich im Vergleich zu den meisten ziemlich wenig über mich preisgebe. Ich habe noch nie eine Beziehung mit der Öffentlichkeit geteilt, meinen gesamten Urlaub gesnapt oder Freunde vor die Kamera gezerrt. Wer allerdings mit Social Media so rein gar nichts am Hut hat, wird eher das Gegenteil behaupten. Klar, wird er das. Ich habe schließlich nicht nur einen Mode- oder Reiseblog, sondern ich schreibe vor allem Texte wie diese. Persönliche Texte. Texte, die mir am Herzen liegen. Die den ein oder anderen inspirieren, motivieren oder zum Nachdenken anregen sollen. Mein Sinn von „einen Blog haben“.
Ich schreibe in erster Linie über ernste Themen, die ich wichtig finde. Mit denen ich Menschen wie dich erreichen und ihnen einen Mehrwert bieten kann. Ich will durch meine Reichweite etwas bewirken. Ich will meine persönliche Message an die Welt senden. Ob ich dafür aber mein gesamtes Leben preisgeben, präsentieren und kommentieren muss? I dout it. Einen Blog zu führen bedeutet nicht gleichzeitig, dass man sich gerne selbst inszeniert oder nach Anerkennung strebt. Es ist dieser schmale Grad, wie sehr man das Ganze pushen will. Man sich selbst pushen will.

Blogger sein. Für manche kann es wirklich eine absolute Erfüllung sein, sein Leben mit der Öffentlichkeit zu teilen, dauerpräsent zu sein und keine Abgrenzung von Privatem und Beruf zu haben.

Ich finde es bewundernswert, dass es diese Menschen gibt. Doch wie in jedem Job gibt es nun mal auch seine Schattenseiten. Ich denke, man ist entweder für die Öffentlichkeit geboren oder nicht. Man braucht diese Aufmerksamkeit von Außen oder nicht. Man steht gerne im Mittelpunkt oder halt eben nicht.

Betrachten wir es von der anderen Seite aus: Ich als Follower liebe ich es ebenfalls mir abends mal die Snapchatstory von Farina (@novalanalove) anzuschauen, durch die Bilder von Leonie (@ohhcouture) Fernweh zu bekommen oder mich durch die Outfits von Caro (@carodaur) inspirieren zu lassen. Sie bezahlen gerne diesen Preis. Kommen zu Recht in dieser oberflächlichen Welt. Kommen klar damit, 24/7 im Internet zu leben und vieles mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Ich hingegen überlege mir tausendmal, ob ich wirklich wieder einen persönlichen Beitrag auf meinem Blog raushauen kann/will, lese ihn tausendmal durch, frage mich an jeder Stelle, ob das vielleicht nicht doch zu persönlich ist (ja, die Beiträge zur Selbstliebe waren wirklich eine Überwindung) und vor allem eins:

Werde ich das irgendwann mal bereuen oder dadurch Probleme bekommen, dass dies in der Öffentlichkeit ist?!
Will ich wirklich die Freundin sein, die ununterbrochen am Handy ist?
Will ich jemand sein, der nicht zu Geburtstagen von Freunden & Familie gehen kann, weil er für ein wichtiges Event gebucht wurde, wo ich meine Reichweite durch den Austausch mit anderen Bloggern erweitern kann?
Will ich wirklich eine Person sein, die nach und nach in der Social Media Welt verschwindet und den Bezug zum „normalen“ Alltag verliert?

Natürlich ist das jetzt alles etwas überspitzt ausgedrückt, aber leider bei der absoluten Mehrheit der Bloggern der Fall.

Blogger als Beruf? Nein, danke. Das ist genau das, was mir in London bewusst geworden ist. Ich kann es nicht beurteilen, ob ich überhaupt das Potenzial hätte zu einen der Größeren zu gehören. Aber ich weiß zum Glück, dass ich das gar nicht will. Ich möchte niemals mein heiliges Privatleben für die Öffentlichkeit, für Ansehen und für Oberflächlichkeit aufgeben. Social Media. Ein Ort, wo wir online gehen und high werden können – von diesem falschen Sinn von Sicherheit, Zuneigung und Anerkennung.

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London. Wir fahren über eine Brücke, mein Blick schweift über die Themse. Atemberaubende Kulisse. London ist der Wahnsinn. Es war bestimmt nicht mein letztes Mal dort. Wir sind am Big Ben angekommen.

„Wann war der Moment da, wo ich so geworden bin?“, dachte ich mir. Irgendwas war diesmal anders.
Ich bin vor mir selbst erschrocken – positiv gesehen. Jeder Mensch durchläuft mal eine Phase, wo er merkt, dass er sich verändert hat, reifer, irgendwie ein Stückchen erwachsener geworden ist. Erschreckend ist für mich allerdings, wie lange diese Phase bereits bei mir anhält und einfach nicht aufzuhören scheint. Jeden Tag verstehe ich mehr zu begreifen, worauf es im Leben wirklich ankommt und worauf ich persönlich mehr Wert legen will: Auf die für mich wichtigen Dinge des Lebens. Ich möchte meinen Wert nicht von meinen sozialen Medien abhängig machen. Ich möchte nicht die Welt, die nur mein Äußeres sieht, zur Priorität machen. Ich will nicht die Dinge aus den Augen verlieren, die echt sind und nach Dingen streben, die nur nach außen scheinen.
Habe ich mich „zu sehr“ mit dem Thema Selbstliebe auseinandergesetzt? Ja, vielleicht.
„Zu viele“ Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung gelesen? Kann sein.
Bin ich in der Social Media Welt richtig? Ich weiß es nicht.

Bin ich ein schlechter Blogger, wenn ich sage, dass mein Blog und Instagram nicht alles für mich ist? Kann man es mir verübeln, wenn ich sage, dass ich für einen Blogbeitrag niemals einer Freundin fürs Kino absagen würde? Ich lieber London ohne Hintergedanken „Blog und Instagram“ entdeckt habe?
Ich spüre nicht diesen Drang nach Aufmerksamkeit, Materiellem und Ruhm. Ich würde in dieser Blogger-Promi-Welt lediglich zerbrechen! Ich bin nicht der Typ dafür. Ich könnte diese Oberflächlichkeit nicht ertragen. Und das ist vermutlich der Punkt, warum ich mich auch niemals so richtig in dieser Social Media Welt sehen kann. Ob mich das auch gleichzeitig zu einem schlechten Blogger macht, kannst in dem Fall nur du entscheiden…ich für meinen Teil weiß, dass ich mein Leben niemals nach dem Virtuellem richten werde, mir das Bloggen unfassbar viel Spaß bereitet und es trotzdem für mich wertvollere Dinge als Social Media gibt. Dinge, die unbezahlbar sind und sich irgendwie echter anfühlen. Besser.

4 Antworten

  1. Sarah
    | Antworten

    Unglaublich inspirierend! Ich für meinen Teil denke zu 100% wie du und finde es gibt zu wenig Social Media affine Menschen, die so denken! Zu wenig die sich tiefgründig mit dem Job und dem eigenen Leben auseinander setzen. Ein wirklich toller Beitrag👍🏻😊

    • Jani Isa
      | Antworten

      Das freut mich zu hören, danke! 🙂 Ja, leider verlieren sich manche etwas zu sehr in dieser virtuellen Welt…

  2. Christina
    | Antworten

    Deine persönlichen Beiträge sind der Wahnsinn! Auch ich liebe mich abends durch die Accounts und Snaps von z.B. Caro oder Farina zu schauen und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich neidisch auf deren Reiseziele bin. Bis mir wieder in den Sinn kommt, daaa vieles eher Schein als sein ist. Was ich sagen möchte, ich finde, du bist eine wunderbare Bloggerin und ich mag gerade deine persönlichen Blogs. Die bringen einfach wieder Realität in das Ganze und regen mich sehr zum nachdenken an und inspirieren mich. Ich finde dich klasse so wie du bist und wie du dich in der Solcia Media Welt gibst. Du wirkst echt, aber eben auf deine ganz eigene und tolle Art und Weise. #thumpsup 🙂
    Einen schönen Abend wünsche ich dir und Danke dir für die mal wieder tollen Worte.

    • Jani Isa
      | Antworten

      mei wie lieb von dir, vielen vielen Dank für deine lieben Worte, das weiß ich sehr zu schätzen! <3 fühl dich gedrückt!!

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