Selbstliebe: Lerne dich selbst zu lieben!

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„Selbstliebe ist ein wesentlicher Bestandteil für ein glückliches und erfülltes Leben.“

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Ein guter Grund also, sich mal spätestens jetzt selbst zu fragen, wie es denn so um die eigene Selbstliebe steht, oder? Es ist noch nicht all zu lange her, als ich einen ausführlichen Blogpost über das Thema Glücklich sein verfasst habe. In einem eigentlich kleinen Nebensatz habe ich erwähnt, dass u.a. Selbstliebe (#loveyourselffirst) sehr wichtig ist, um ein positiver und glücklicher Mensch zu werden. Warum fällt es einem aber so schwer, sich selbst zu lieben – mit all seinen Makeln, Fehlern und Gedanken, die er hat? Vermutlich weil sich einige gar nicht selbst lieben wollen, denn oft wird dies mit großem Egoismus, Narzissmus oder Egozentrik verwechselt. In unserer Gesellschaft werden nämlich vor allem diejenigen geschätzt, die sich für andere Menschen aufopfern und ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Ich möchte dir heute allerdings die Bedeutsamkeit der Eigenliebe näher bringen und dir zeigen, welche Auswirkungen Selbstliebe auf deinen gesamten Lebensstil haben kann. Solltest du also jetzt gerade unglücklich mit deinem Leben oder unzufrieden mit dir selbst sein, hoffe ich sehr, dir mit diesem Blogbeitrag helfen zu können.

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Was bedeutet Selbstliebe genau, warum ist das so wichtig und was benötige ich dafür?

Sich selbst zu lieben ist die Basis von allem, wirklich! Man würde mich allerdings mit einem schiefen Blick anschauen, wenn ich betonen würde, dass ich mich selbst liebe und zwar so wie ich bin. „Mein Gott, ist die eingebildet. Die denkt aber auch, sie wär‘s.“ – ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass genau diese Gedanken sich mein Gegenüber in dem Moment denken würde.

Aber warum ist das so? Selbstliebe ist so wichtig:
Ich kenne meine Herkunft, ich bin mir bewusst, wie ich aussehe, kenne meine persönlichen Eigenschaften, Talente, Stärken, sowie Schwächen. Ich weiß, in welchen Dingen ich mich weiterentwickeln und verbessern möchte – ohne mich dabei schlecht zu fühlen, denn mir ist klar, niemand kann perfekt sein! Kenne all meine Fehler, Versäumnisse und Wünsche, ich weiß, was ich im Leben erreichen und haben will. Ich möchte nur das Beste für mich – meine Träume und Ziele verwirklichen. Nur weil ich selbst mit mir endlich im Reinen bin, bedeutet das natürlich nicht, dass ich mich nicht mehr verändern brauche. Selbstverständlich möchte ich an meinen – nennen wir sie mal – negativen Eigenschaften arbeiten und „besser“ werden.
Doch vor der Veränderung muss man nur erst mal an den Punkt gelangen, diese auch anzuerkennen und zu akzeptieren. Wenn du dich selbst liebst, achtest du natürlich auch automatisch mehr auf deine Gesundheit und dein geistliches, sowie körperliches Wohlbefinden. Du bist dir selbst wichtig und möchtest, dass es dir gut geht – nein, dass es dir sogar sehr gut geht, du glücklich und zufrieden bist. Ist das wirklich so verwerflich? Nur weil du möchtest, dass es dir gut geht, schließt es ja nicht gleich aus, dass du das nicht auch für deine Liebsten willst, oder?!

Oftmals haben wir tausend andere Dinge im Kopf, nur uns selbst vergessen wir leider viel zu oft. Im Büro stapelt sich der Berg an Arbeit, daheim muss die Wäsche gewaschen werden, für die Freundin muss noch ein Geschenk besorgt werden, der Einkauf will sich auch nicht von selbst erledigen und und und. Die To-Do-Liste ist lang, aber eine Sache vergisst du nahezu immer: dich selbst.   Aus eigener Erfahrung kann ich dir versichern, dass dies früher oder später Konsequenzen haben wird. Wenn du dir keine Zeit für dich nimmst, fütterst du deine Unzufriedenheit und treibst dich selbst in Richtung Erschöpfung. Es wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo dein Körper und vor allem dein Geist Selbstliebe regelrecht von dir fordern. Sie werden das verlangen, was du ihnen so lange verwehrt hast und schreien: “Hey, kümmere dich um mich. Ich kann nicht mehr so weitermachen.” Inwiefern das bei mir passiert ist, werde ich dir im Laufe des Blogposts noch näher erläutern…

Selbstliebe bedeutet ganz klar, seinen eigenen Weg zu gehen und andere andere sein zu lassen. Ja, es ist tatsächlich möglich weiter zu machen, auch wenn niemand anderes an dich glaubt. Wenn du deinen Wert kennst und dich selbst schätzt, sagst du nicht „Ja“, obwohl du insgeheim „Nein“ denkst, übst keinen Beruf aus, der dich krank macht oder erfüllst Erwartungen anderer, die nicht mit deinen eigenen übereinstimmen.

Selbstliebe gibt dir also eine innere Kraft und Zuversicht, eigene Träume, Wünsche und Ziele zu verwirklichen und gleichzeitig auf die Meinung von anderen zu pfeifen. Und in dem Moment, wo du an dich selbst glaubst und zu deinen Entscheidungen 100% stehen kannst, wirst du das Gefühl von innerer Zufriedenheit spüren. Du weißt selbst am besten, was gut für dich ist und kannst dich von gesellschaftlichen Erwartungen loslösen. Selbstliebe bedeutet ganz klar, sich auf sich selbst zu konzentrieren!

Kennst du diese Menschen (ja, vielleicht fühlst genau du dich jetzt ertappt), die ständig Bestätigungen von außen brauchen? Die immer im Mittelpunkt stehen wollen, super selbstbewusst wirken und gerne eine kleine, vielleicht nicht ganz authentische Show abziehen? Ich gebe zu, dass ist jetzt ziemlich hart ausgedrückt und ich setze mal noch einen oben drauf und behaupte, dass 99% dieser beschriebenen Personen so was von weit entfernt sind, Selbstliebe nur annähernd zu empfinden. Wer sich selbst liebt, braucht wirklich (!) keine Bestätigung und muss sich auch nicht verbiegen, nur damit andere einen mögen. Bist du zufrieden mit dir, wirst du von Außenstehenden als authentisch wahrgenommen. Sobald du also an diesem Punkt angelangt bist, strahlst du – egal ob bewusst oder unbewusst – Selbstvertrauen, Verlässlichkeit und Zufriedenheit aus.

Und was ist noch wichtig für Selbstliebe? Ein gutes Selbstwertgefühl. Dein Selbstwertgefühl hängt unmittelbar mit der Selbstliebe zusammen. Das Gefühl bzw. die Gewissheit wertvoll und liebenswürdig, also auch etwas Besonderes zu sein, ist der Hauptbaustein der Selbstliebe. Wenn du selber nicht an dich glaubst, wirst du niemals deine Ziele und Wünsche erreichen können– egal ob beruflich oder privat gesehen. Und was ich an der Sache noch schlimmer finde: Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu lieben, der wird sich selbst niemals für wichtig genug nehmen, Dinge zu erreichen und für seine Ziele zu kämpfen oder diese überhaupt erst zu entwickeln.

Solange du also versuchst, dein Selbstwertgefühl bzw. deine emotionale Unsicherheit mit Aufmerksamkeit von Außen zu befriedigen, wirst du niemals innere Zufriedenheit erlangen! Und das ist eigentlich genau das, was wir uns doch am meisten wünschen. Bestätigung von Außen ist cool und ja es tut gut, diese auch zu bekommen. Aber wenn du schon zuvor mit dir zufrieden bist und diese Aufmerksamkeit gar nicht erst nötig hast, ist es doch mit Abstand das Beste was dir für dein eigenes Wohlergehen passieren kann, oder? Du machst nämlich dein Glück nicht von Anderen abhängig!

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Was Selbstliebe mit deinem Umfeld zu tun hat:

Dieser Blogpost ist eigentlich wie eine Erweiterung zum Thema Glücklich sein. Beides hängt einfach direkt miteinander zusammen und dementsprechend möchte ich auch in diesem Beitrag nochmals erwähnen, wie wichtig Positivität und das richtige Umfeld ist.

Schaue ich mir meine Mitmenschen ganz genau an, wird mir immer und immer wieder bewusst, wie wenige eigentlich ein gutes Selbstwertgefühl besitzen. Ich persönlich konnte früher davon ebenfalls ein Lied singen: Mein Selbstwertgefühl ging so was von ins Minus Unendliche, das glaubst du mir nicht. Ich hatte es zugelassen, dass andere Menschen Einfluss darauf haben, wie ich mich als Mensch fühle. Nicht selten kam ich mir wertlos vor, habe mir einreden lassen, ich wäre nicht gut genug oder würde niemals in meinem Leben etwas erreichen! (Memo an paar alte Klassenkameraden: Habe mit meinem 3,7 Abi teilweise schon mehr erreicht wie ihr #justsayin) 😉

Deswegen an dieser Stelle: Fange an, dein Umfeld zu analysieren – die Menschen, die tagtäglich um dich herum sind, sowie die Situationen, in denen du ständig gerätst. Welche Menschen ziehst du immer an und mit welchen kommst du nie zusammen? Was passiert dir immer und immer wieder und wieso wiederholen sich manche Situationen?

Wir “springen” einfach viel zu oft von unserem eigenen Leben herunter, weil wir es zulassen, dass Leute in unserem Umfeld auf uns schlecht einreden. Diese geben uns “nur” Ratschläge, aber werde dir bewusst, dass in jedem Rat auch ein Schlag hängt. Im Grunde genommen rechtfertigen die meisten dadurch nur ihre eigene unzufriedene Situation und wollen verhindern, dass du erfolgreicher/glücklicher wirst als sie selbst. (Wo wir auch gleichzeitig beim Thema Neid angekommen wären…) Das sind genau diese negativen Personen, die dich herunterziehen und schlecht beeinflussen. Wir springen also von unseren eigenen Träumen und verlassen alles, was unseres würdig ist. Und warum tun wir das? Weil einfach nichts einen größeren Einfluss auf unser Leben hat, als die Leute, mit denen wir uns umgeben. Frage dich deswegen jetzt: Wer ist in deinem Leben so, wie du gerne sein willst und finde einen Weg, dich mit dieser Person zu unterhalten. Bei dem Gespräch programmiere dich selbst, indem du dir Eigenschaften von dieser Person annimmst. Fange an, deine Gedanken neu zu formen. Führe eine Liste mit all den Personen, die dir im Alltag so über den Weg laufen. Schaue dir an, wie dein Umfeld aussieht und werde dir dessen bewusst. Ich habe das über längeren Zeitraum getan und konnte so für mich besser herausfinden, wo ich eigentlich im Leben stehe und auf wen ich eigentlich so tagtäglich treffe. Nehme Kontrolle über dein Leben und schaue ganz genau hin, mit wem du deine Zeit verbringst. Ist dein Leben wirklich so, wie du es gerne hättest? Die 5-6 Leute, mit denen du am meisten Zeit verbringst, das bist du! Und diese sorgen eventuell dafür, dass du ständig springst. Sei es emotional, finanziell, gesundheitlich – whatever – umgebe dich mit Menschen, die so sind, wie du es selbst gerne wärst, damit du dein “Sein” neu programmieren kannst und zu deiner eigenen besten Version wirst.

Im Kontakt mit anderen kannst du so unfassbar viel über dich selbst herausfinden. Für mich war das wirklich eine äußerst interessante Erfahrung mit ein paar unschönen Überraschungen. Frage Freunde und wenn du mutig bist auch “Feinde”, wie sie dich selbst sehen. Ich war früher – wenn wir uns mal auf meine schlechten Seiten konzentrieren – die negativ denkende, ständig lästernde und faule Janine, was mir persönlich nie so heftig bewusst war. Die eigene Wahrnehmung ist oft ganz anders, als die von Außenstehenden. Je bewusster du dich aber selbst mal erforscht, umso klarer wirst du dir über dein eigenes Ich.
Meine und deine schlechten Seiten kommen nicht von irgendwo her, ich denke, da sind wir uns einig, oder? Jeder von uns hat sich einen Selbstschutz aufgebaut, der aus Erfahrungen der Vergangenheit entstanden ist. Vielleicht bist du einfach nur zu deinen Mitmenschen deswegen verletzend oder kühl aus Angst, selbst verletzt zu werden? Oder du bist neidisch und missgünstig auf Jemanden, weil er gerade einen wunderschönen Pärchenurlaub verbracht hat und dein Liebesleben aber gerade komplett den Bach hinunter geht. Analysiere dich selbst: Was ist es, das dich unzufrieden machen lässt und ändere es! Schaffe dir Mitgefühl (nein, kein Selbstmitleid!) und erkenne dich. Das ist der allererste Schritt zur Annahme. Und sobald du diese Akzeptanz hast, hast du die Grundbasis für deinen eigenen Weg zur Selbstliebe.

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Mein persönlicher Schlüsselmoment:

Ich würde diesen Blogpost nicht schreiben, wenn ich heute mit mir selbst nicht im Reinen wäre. Seit dem Moment an, wo ich mich mit Selbstliebe, Glücklichsein und Co. beschäftigt habe, war es immer mein Ziel, mal darüber schreiben zu können. Einfach zu berichten, wie ich es geschafft habe, vom negativen zum positiven Denkenden zu werden und andere daran teilhaben zu lassen, wie man an innere Zufriedenheit gelangt. Und tadaaaa, here I am!

Auch heute möchte ich noch nicht sagen, dass ich vor gesundem Selbstbewusstsein nur so strotze, aber es ist definitiv viel besser geworden. Ich habe vor allem ein sehr gutes Selbstwertgefühl entwickelt. Ich bin mir heute so viel mehr wert und habe (okay, hier muss ich zugeben einen teilweise zu großen) Stolz. Ein ganz klarer Abwehrmechanismus vor Enttäuschungen, Fehlern oder schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit. Ich habe inzwischen eine innere Sicherheit entwickelt, die im absoluten Einklang mit meinen Wünschen und Bedürfnisse stehen.

Da das Ganze hier eh schon ziemlich persönlich ist, möchte ich etwas ansprechen, was mich wirklich sehr emotional werden lässt und nur eine Handvoll Menschen bisher wussten. Selbstliebe hat mir nämlich nicht nur geholfen zu einem “besseren” und glücklicheren Menschen zu werden, sondern es war auch der Grund, warum ich endlich meine Komfortzone verlassen habe. Du fragst dich, was ich damit meine?

Na gut, dann reden wir hier mal Klartext:
Es war bei mir wirklich komplett absehbar, dass ich irgendwann mit den Konsequenzen von konstanter jahrelanger Unzufriedenheit “bestraft” werde – und das wurde ich echt in voller Bandbreite!

Ich habe Panikattacken bekommen: Todesängste, Derealisation, Herzrasen, Sehprobleme, hoher Blutdruck, Schwindel, Atemnot, Übelkeit,…oh mein Gott die Liste ist so endlos lang. Und diese Symptome hatte ich nahezu tagtäglich. Ein reiner Horrortrip, der in deinem Kopf entsteht und dich zur unsichersten und schwächsten Person macht. Halt, ich korrigiere mich. Es war kein Trip, sondern eher eine monatelange Weltreise.

Wenn ich an die Zeit zurückdenke, muss ich mir wirklich (ja, von mir aus klingt das jetzt kitschig) eine Träne unterdrücken, weil das so ziemlich eine der härtesten Zeiten für mich war. Jeder der darunter leidet, mal gelitten hat oder eine Person in seinem Umfeld kennt, der damit zu kämpfen hat/hatte, weiß wovon ich spreche. Als das Ganze so weit ging, dass ich mich nicht mehr getraut habe aufzustehen (ja, das meine ich wortwörtlich – vom Bett aufzustehen), beim Einkaufen Lebensmittel auf dem Fließband habe stehen lassen, um fluchtartig den Supermarkt zu verlassen und ich mich letztendlich nachts stationär ins Krankenhaus einweisen lassen musste, habe ich mir geschworen, mein Leben zu ändern. Nach unzähligen Arztbesuchen, musste ich mir also selber eingestehen, dass mir meine Psyche einen kompletten Streich spielte und das nur, weil ich mein Glück immer von anderen abhängig gemacht habe. Mir wurde in diesem Moment einfach bewusst, wie unzufrieden und unglücklich ich mit meinem gesamten Leben war. Selbstliebe? Come on, ich wusste nicht mal was das ist. Ich wusste nur eins: Die Version, die ich zu diesem Zeitpunkt von mir selbst war, wollte ich nicht mehr länger sein. Definitiv mein persönlicher Schlüsselmoment und vermutlich auch Grund, warum mir die Themen Glücklichsein und Selbstliebe so sehr am Herzen liegen.
Ich möchte in diesem Post gar nicht zu sehr auf Panikattacken eingehen, dennoch ein erwähnenswerter Punkt in Bezug auf meine Story zur Selbstliebe.

Nur durch die intensive Beschäftigung mit mir selbst, meinen Gedanken und meiner Einstellung zum Leben habe ich diese Panikattacken alleine (ohne Therapie, ohne Medikamente!) los bekommen. Es hat mich wirklich viel Kraft, Selbstdisziplin, Mut und Ausdauer gekostet, die ich mir hätte sparen können, wenn ich einfach nur früher angefangen hätte, mich selbst zu lieben.
Aber du weißt ja, “everthing happens for a reason” – vermutlich musste ich durch diese Zeit gehen, damit ich danach begreife, wer die wichtigste Person in meinem Leben ist. Ich habe mein eigenes Glück zur obersten Priorität gemacht und bin inzwischen in der Lage, Entscheidungen zu treffen, mich an neue Lebensabschnitte zu wagen und Herausforderungen zu stellen.

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Das Geheimnis und Tipps für den Weg zur Selbstliebe:

Einen Tipp, den ich dir an dieser Stelle mitgeben möchte und mir auch u.a. sehr stark geholfen hat, diese Panikattacken zu besiegen, sowie den Weg zur Selbstliebe zu finden: Stelle dich alten Schmerzen. Jeder hat so sein Päckchen zu tragen und ich würde behaupten, jeder von uns hat auch etwas in seinem Leben erlebt, mit dem er noch nicht ganz abgeschlossen hat. Fange also an, dein Leben endlich aufzuräumen und dich negativen Gefühlen zu stellen. Frage dich selbst, was dich im Unterbewusstsein beschäftigt (manchmal auch ganz hilfreich auf seine Träume im Schlaf zu achten) und welches Kapitel für dich noch nicht ganz abgeschlossen ist. Die Liste ist lang: Mobbing, Missbrauch, Tod, Trennung, Krankheit,…sollte es etwas in deinem Leben geben, was dich immer noch belastet, dann setze dich damit endlich intensiv auseinander. In der Psychologie ist es bekannt, dass wir Menschen Meister darin sind, negative Erlebnisse zu verdrängen. Um mit dir selbst ins Reine zu kommen und glücklich zu werden, musst du dich diesen Ereignissen stellen und alle Hebel in Bewegung setzen, diese erfolgreich zu verarbeiten, damit diese keinen starken emotionalen Einfluss mehr auf dich haben.

Ich habe also angefangen, mein Leben komplett aufzuräumen und Baustellen zu beseitigen. Sei es die Aussprache mit dem Exfreund, das Abschließen einer unschönen Ausbildung oder das Versöhnen mit einer alten Freundin –  beginne, nicht verarbeitende Schmerzen anzugehen und dich diesen zu stellen.

Jede Verletzung aus der Vergangenheit, jedes so genannte Päckchen/Laster kann Schuld daran sein, dass du unzufrieden bist: Sei es beispielsweise wie bei mir im Berufsleben oder in der Partnerschaft. Verdrängte Gefühle oder ungelöste Probleme sind dauerhafter Stress für dich – für deine Seele und deinen Körper. Sobald du dich mit Selbstliebe beschäftigst und wirkliche Bereitschaft entwickelst, an dir zu arbeiten, wirst du Interesse daran haben, dich diesen Dingen endlich mal zu stellen.

Ja, es kann ziemlich schmerzhaft werden und du wirst viele Tränen verdrücken, aber wenn du das akzeptierst und zulässt, wirst du frei sein. Vertraue mir! Jetzt, gerade, in diesem Moment, wird mir wieder bewusst, wie sehr ich dieses Gefühl zu schätzen weiß – Freiheit, Zufriedenheit, Vollkommenheit.

 

Stellst du dir jetzt die Frage, wie genau ich es geschafft habe, mich selbst zu lieben, verrate ich dir hiermit „mein“ Geheimnis:
Intensive Auseinandersetzung mit mir selbst, meinen Gedanken und somit dem inneren Dialog.

Es gibt Menschen, vielleicht bist du ja einer davon, die nicht alleine sein können/wollen. Mädels, Jungs – ich bitte euch! Das ist so unfassbar wichtig. Nicht nur für deine Selbstständigkeit, sondern auch für deine persönliche Weiterentwicklung! Beschäftige dich mit dir selbst, gehe in dich und höre dir mal selbst zu. Klingt komisch? Dann nur, weil du genau einer dieser Personen bist, die Angst davor hat, eigene Gedanken zuzulassen. Menschen, die nicht alleine sein können, setzen sich nicht mit sich selbst auseinander. Trennungen, Erfahrungen oder Fehler werden, wie bereits schon erwähnt, verdrängt – bis sich so viel zusammenstaut und die Kirsche auf der Torte dir den Boden unter den Füßen wegzieht. Okay, das waren jetzt vielleicht zu viele Metaphern, aber hey, ich will damit eigentlich nur die Bedeutsamkeit betonen. Es ist für dich und auch für den Weg zur Selbstliebe wichtig, Dinge zu verarbeiten und zu trauern, dir über deine Emotionen und Reaktionen bewusst zu werden – nur so kannst du dich selbst wahrnehmen und immer wieder besser kennenlernen. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, wirst du früher oder später in irgendeiner Form daran kaputt gehen – das ist Fakt.

Kommen wir aber wieder zurück zum inneren Dialog. Jeder von uns führt einen, tagtäglich. Wie viele Gedanken hat ein Mensch durchschnittlich am Tag? 60.000! Die Worte, mit denen wir uns innerlich selbst unterhalten, haben eine unnormal große Macht. Sie beeinflussen uns in allem, was wir tun und fühlen – in positiver und negativer Hinsicht zugleich. Jeder von uns hat also diesen inneren Kritiker, wirklich jeder. Ein unfassbar perfektionistisches Arschloch (sorry für den Kraftausdruck, aber anders kann man das leider nicht nennen), das absurd hohe Ansprüche hat und einem ständig versucht zu erklären, dass man nicht gut genug wäre, heute mal wieder besonders schlecht aussieht oder mal wieder in etwas versagt hat. Niemand ist so hart zu uns wie wir selbst. Du kannst dich selbst ermutigen und liebevoll zu dir sein, aber im Gegenzug kannst du dich auch emotional niedermachen und innerlich zerstören, so wie kein Hater oder Neider es jemals schaffen würde. Ersteres bedeutet Selbstliebe und um dorthin zu gelangen, musst du dein Selbstgespräch ins Positive verwandeln – das bedeutet viel Übung und Geduld meine Lieben. Solltest du diese Stimme kennen, wird es allerhöchste Zeit zu lernen, sich um sich selbst zu kümmern und zu lieben.

 

Wie lerne ich mich selbst zu lieben?

Einen weiteren Tipp, den ich dir geben kann, sind Rituale zu pflegen, in denen es darum geht, sich regelmäßig etwas Gutes zu tun. Sich Zeit für sich selber nehmen, die so genannten Me-Times, und in diesen Stunden nur das zu tun, was einem Spaß macht. Natürlich hängt das individuell von jedem Einzelnen ab, wie er diese freie Zeit gestalten möchte: ein volles Schaumbad nehmen, Netflix suchten, Spazieren gehen, Instrument spielen, Lesen,…na, du weißt ja selber am besten, was dir gut tut. Tue es einfach! Wichtig ist, dass du dir diese Zeit für dich alleine nimmst und diese dir konstant gönnst – sei es als Single, in einer Beziehung oder Wohngemeinschaft.

INFO: Zum Thema Beziehungen in Verbindung mit Selbstliebe wird im Laufe der Woche noch ein zweiter Blogpost online kommen, wo ich auf das ganze Liebesdrama, inklusive Trennungen und Liebeskummer genauer eingehen werde, aber so viel kann schon mal gesagt werden:

“Wenn du dir nicht selbst ein guter Liebhaber sein kannst, kannst du auch kein guter für jemand anderes sein.”

Und genau das ist der springende Punkt: Wenn du dich selbst nicht liebst, wie soll dich dann jemand anderes lieben? Date dich deswegen selbst – zünde daheim Kerzen an, mach‘ dir dein Lieblingsessen, kauf‘ dir Ben&Jerry’s Eis und gönn‘ dir ein Gläschen Weißwein (nur wenn du auch über 16 bist haha). Feier dich doch einfach mal selbst! Okay, ich weiß, das klingt wieder für einige vermutlich eher komisch, aber genau solche Dinge helfen dir, dich als Mensch mehr wert zu schätzen und zu lieben. Klar, auch (materielle) Belohnungen sind wichtig, wenn man etwas Tolles erreicht hat, aber ein gesunder Selbstwert ist nicht von ständiger Anerkennung oder Erfolgen abhängig. Gönne dir solche Me-Times also einfach mal so, egal ob es heute ein erfolgreicher oder unproduktiver Tag war.

Wer mutig ist und es auf die harte Tour machen will, sollte alleine verreisen. Es muss jetzt nicht der 6-monatige Auslandsaufenthalt in Neuseeland oder eine Eat-Pray-Love-Reise à la Julia Roberts sein, für den Anfang reichen auch schon ein paar Tage in einer europäischen Stadt. Definitiv ein Punkt auf meiner Bucketlist, den ich in naher Zukunft in Angriff nehmen möchte – Ich bin mir sicher, dass das eine unfassbar tolle, und für die eigene Entwicklung eine gute und wichtige Erfahrung ist.

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Lerne dich endlich selbst zu lieben!

Okay, wow – ich möchte mich an dieser Stelle mal wieder bei dir bedanken, dass du es bis hier hin geschafft hast. 4100 Wörter sind auch für mich ein neuer Rekord…

Ich hoffe, ich konnte dir das Thema Selbstliebe wenigstens etwas näher bringen und dir zeigen, dass dies im Alltag unverzichtbar ist. Vielleicht ist also genau heute ein guter Zeitpunkt, einmal selbst zu überprüfen, wie es jetzt so bei dir um die eigene Selbstliebe steht.

Mir ist es wichtig zu erwähnen, dass Selbstliebe selbstverständlich nicht über Nacht passiert, aber du kannst anfangen, jeden Tag daran zu arbeiten und dich ein kleines Stückchen mehr zu lieben, sowie zu akzeptieren.
Du weißt tief in deinem Inneren, was du willst. Lerne also dazu zu stehen, dich zu akzeptieren und auf dich selbst zu hören.

Traue dich auch mal neue Wege zu gehen – wage Entscheidungen, bleibe dir selbst treu und werde dir deiner selbst bewusst!

Tue nur das, was dich glücklich macht. ALWAYS CHOOSE HAPPINESS. Höre auf dein Herz und gehe dahin, wo du Freude spürst.

Selbstliebe ist wirklich die Basis und unersetzlich für ein glückliches Leben, welches dich erfüllt.

Nimm dein Glück selbst in die Hand. Verwandle deine Unzufriedenheit in Selbstliebe.
Warum?
Weil du es dir wert bist, das sagt man doch so schön, oder?!

Sich selbst zu lieben, bedeutet wirklich, ein Leben lang geliebt zu werden. Von wem?
Von dem aller aller wichtigsten Menschen, den es in deinem Leben gibt: VON DIR!

Schriftsteller Oskar Wilde trifft es eigentlich ziemlich genau auf den Punkt: “Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.”
Werde deine eigene große Liebe!

Und mit einem abschließenden Zitat von Charlie Chaplin möchte ich vom ersten Blogpost zum Thema „Selbstliebe“ verabschieden:

“Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“

12 Antworten

  1. Eva
    | Antworten

    Hallo liebe Janine!

    WOW!! So ein schöner Text und so WAHR!

    Seit ein paar Tagen befasse ich mich intensiv mit dem Thema Selbstliebe, es ergeht/erging mir in den letzten Monaten ähnlich wie dir mit den Panikattacken, Angstzuständen, usw. Mittlerweile bin auch ich draufgekommen, dass mein geringes Selbstwertgefühl stark damit zu tun hat, dass ich an meinen negativen Erfahrungen so festhalte.

    Ich überlege auch, einen Blog über solche Themen zu machen, da ich es so inspirierend finde, und auch gerne anderen helfen würde. Und von meinen Erfahrungen berichten möchte. Man kann damit anderen wiederum viel Mut machen 🙂

    Auf jeden Fall, mach weiter so! Du bist ein Vorbild!

    Alles Liebe, Eva :*

    • Jani Isa
      | Antworten

      Liebe Eva,

      danke für dein Feedback und deine lieben Worte! <3 Wenn du Bock drauf hast, dann tue es! :-*

  2. Selbstliebe
    | Antworten

    Hallo liebe Janine,

    danke für diesen so ausführlichen wie tiefgründigen Artikel. Und diesen Satz von Dir, finde ich richtig gut: Höre auf dein Herz und gehe dahin, wo du Freude spürst….

    Alles Liebe
    Frank

    • Jani Isa
      | Antworten

      Vielen lieben Dank für dein Feedback Frank! 🙂 Freut mich immer wieder, wenn sich auch männliche Leser hier verirren…;-)

  3. Kristina
    | Antworten

    Hallo Janine, ich „kenne“ dich nur durch Instagram und doch haben deine Worte mich so berührt als würden wir uns ein Leben lang kennen!
    Es tat so gut diesen Beitrag zu lesen weil ich in letzter Zeit so mit mir „zu kämpfen“ habe und einfach so gern glücklich sein möchte nur nicht wusste wie. Dabei war jeder dieser Punkte so nachvollziehbar!
    Danke dir dafür dass du dieses Kostbare „Wissen“ mit uns geteilt hast. Ich werde mir deine Worte definitiv zu Herzen nehmen (und für diesen Beitrag ein Lesezeichen für Safari setzen 🙂 ) und hoffe dass auch ich in einiger Zeit sagen kann, dass ich mich liebe.
    Ganz liebe Grüße an dich! ?

    • Jani Isa
      | Antworten

      Liebe Kerstin, es freut mich wirklich unfassbar das zu hören, die Mühe hat sich für mich jetzt schon gelohnt! 🙂 Ich danke dir für die lieben Worte und wünsche dir ganz viel Erfolg bei deinem Weg! <3 Fühl dich fest gedrückt! :-*

  4. Miriam
    | Antworten

    Hallo Janine,

    der Text ist wirklich super geschrieben und sehr motivierend und inspirierend.
    Ich wollte dir an dieser Stelle auch ein Buch „empfehlen“ (vl kennst du es eh auch schon), das sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Ich bin gerade beim lesen dieses Buches und glaube, dass es dir vl auch gefallen könnte. Das Buch heißt „So bin ich“ /“I am that Girl“

    Mach weiter so!
    LG Miriam

    • Jani Isa
      | Antworten

      Hallo Miriam,
      lieben Dank für deinen Kommentar! Freut mich natürlich mega zu hören!!
      Habe ich mir gleich mal notiert, super Tipp, danke! 🙂
      Schönen Abend dir :-*

  5. Mihriiiii
    | Antworten

    Janineeeee!
    Ich bins Mihri haha mal wieder
    Habe mir einen ruhigen Ort gesucht mit bisschen Musik um deinen Post zu lesen und siehe da es ist hammer! Das ist alles was ich gerade brauche und du weisst ich bin kein Fan von Blogs aber es war so schön diesen tollen Text zu lesen, danke für diese Motivation für’s „Öffnen meiner Augen“. Ich weiß was ich will!

    Toi toi toi mach weiter so!
    <333333333 :**

    • Jani Isa
      | Antworten

      Hallo Liebes,
      oh das freut mich aber zu hören! :-)) Danke nochmal für deine liebe Nachricht und danke dafür, dass du mich so treu verfolgst!
      Fühl dich gedrückt!!

  6. Meli
    | Antworten

    Wow, ich bin wirklich sprachlos… Dieser Blogpost hat mich sehr berührt. Ich liebe es wie du schreibst und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Post von dir online kommt Janine 🙂 vielen Dank dafür! Mach weiter so ?

    • Jani Isa
      | Antworten

      Liebe Meli,
      danke für dein Feedback! 🙂 Freut mich megaaa zu hören! <3 danke danke danke!

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