10 Tipps, die das ‚Alleinreisen‘ unvergesslich machen

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Das Alleinreisen ist eine Mutprobe, die dich vor Herausforderungen stellen und persönlich weiterbringen wird.

Um das beste aus so einer Auslandserfahrung zu holen und dir die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser zu nehmen, habe ich meine Erfahrungen in zehn Tipps zusammengefasst.

Und hey wer weiß, vielleicht öffnen sich für dich durch meine Ratschläge neue Türen und ich kann dich zu einem neuen Abenteuer motivieren und ermutigen!

 

1) Safety first.

Das Leben ist ein Risiko, machen wir uns nichts vor. Und das Alleinreisen (als Frau) provoziert es vielleicht etwas. Die Leidtragenden sind in dem Fall meistens unsere Liebsten, die gerne im Sekundentakt von uns hören und wissen wollen, dass es uns geht.
Um auf Reisen sicherer zu sein, solltest du also 1-2 deiner Liebsten auf den Laufenden halten und dich mitteilen, wo du dich gerade befindest oder wohin du als nächstes hingehen wirst. Abgesehen von den Hoteldaten, ist es ganz ratsam immer darüber zu informieren, welche Ausflüge oder Orte man am Tag erkundigen will. Besonders wenn du nicht täglich auf deinen Social Media Kanälen Updates postest, solltest du diesen Ratschlag wirklich befolgen. Gerade für Notfallsituationen kann es sehr nützlich sein, eine Kontaktperson in der Heimat zu haben, die auch von dort aus einiges für dich regeln kann.

Zur Sicherheit tragen übrigens auch eine gute Vorbereitung bei. Plane dir deine Reiseroute, informiere dich über anfallende Schutzimpfungen und habe eine gute Reiseapotheke im Gepäck!

 

2) Höre nicht zu viel auf die Meinung anderer!

Einsamkeit, Langeweile, Angst, Risiko, Gefahr, Orientierungslosigkeit.
Erzählst du Menschen, von deinem Vorhaben wirst du immer, wirklich immer, mindestens eine Person in deinem näheren Umfeld finden, die genau mit diesen Begriffen um sich schmeißen wird. Nicht jeder hat Verständnis dafür und auch nicht jeder, kann sich es vorstellen, mal alleine zu verreisen.
Behalte das im Hinterkopf, aber lasse dich nicht von deinem Vorhaben abhalten, wenn du selbst absolut davon überzeugt bist. Menschen versuchen immer wieder ihre eigene Grenzen zu deinen werden zu lassen.

Deswegen appelliere ich hier ganz klar an dich:
Bitte lasse dir deinen Mut zum Alleinreisen nicht von anderen Menschen kaputt reden! Ziehe dein Ding durch und tue das, was du für richtig hälst! Du bist nicht die erste Person, die alleine reist. Das haben schon ganz andere vor dir geschafft…

 

3) Schärfe deine Sinne!

Ich glaube, wir kennen es alle: Sich draußen ein schönes Plätzchen im Kaffee suchen und Menschen beobachten. Was hier in Deutschland oft besser als Kino ist, ist im Ausland unglaublich inspirierend und weckt deine Neugierde. Wer Einheimische beobachtet, lernt gleichzeitig viel mehr über die Kultur und Sitten eines Landes, wie wenn man die Zeit in einen Reiseführer steckt!
Ich fand es super faszinierend, Menschen vor Ort zu beobachten. Zuzusehen, wie sie miteinander umgehen und wie sie sich im Vergleich zu uns Deutschen verhalten.

Ein positiver Nebeneffekt? Durch das Beobachten lernt man die Menschen vor Ort besser einzuschätzen und kommt mit ihnen leichter ins Gespräch. Einheimische freuen sich ungemein, wenn Urlauber Interesse und Verständnis für ihre Kultur aufbringen.

 

4) Löse dich von Glaubenssätzen und Vorurteilen!

Überwinde dich vor der Angst von Fremden. Wir kennen alle den Spruch von Mama: „Rede nicht mit Leuten, die du nicht kennst“, habe ich Recht? Wo der Satz früher seine absolut wichtige Daseinsberechtigung hatte, sollte mit dem Alter schon an Gewichtung verlieren.

Bist du alleine unterwegs, bist du nun mal nur von fremden Menschen umgeben und nicht gerade selten auch auf diese in gewissen Situationen angewiesen.

Löse dich also von Glaubenssätzen. Nicht alle Menschen sind von Grund auf böse oder wollen dir etwas Schlechtes tun, ganz im Gegenteil! Bist du also offen gegenüber Fremde und Einheimische, holst du letztendlich das Meiste aus deinen Erfahrungen heraus – egal wo du hingehst!

Im Grunde genommen sind wir alle gleich gestrickt – egal ob hell- oder dunkelhäutig, hetero- oder homosexuell. Egal ob aus Afrika, Asien oder Europa. Wir lieben und lachen. Wir weinen und mögen Musik. Schwarze Schaafe finden sich überall. Vielleicht sogar in deiner Nachbarschaft, also hören wir auf damit, fremde Personen mit Vorurteilen zu begegenen.
Lasst uns viel mehr am Ende des Tages herauszufinden, dass Fremde Freunde sind, die wir nur noch nicht kennengelernt haben…

 

5) Don’t be a dick! 

Unabhängig davon, ob du alleine in ein fremdes Land reist oder gerade nur auf dem Weg zum Bäcker um die Ecke in deiner Heimat bist: Sei nett. Egal wo du gerade bist oder wem du begegnest, behandle alle mit dem gleichen Respekt und der gleichen Freundlichkeit, sowie Offenheit.
Don’t be a dick – begegne den Menschen so, wie du es dir selbst auch wünschen würdest!

Ich glaube an Karma. Und gutes Karma brauchst du vor allem, wenn du alleine unterwegs bist. Also unterschätze niemals die positive Wirkung eines Lächelns. Gerade bei Sprachbarrieren kommt es unheimlich auf die Mimik an, weshalb man seine Ausstrahlung definitiv einsetzen sollte. Ein schönes Lächeln ist freundlich und vor allem eins: International. Nein, hierfür braucht man keinen Übersetzer, denn das verstehen wir alle und kommt auch bei jedem gut an!
Wer also offen durch die Weltgeschichte geht, frei von Vorurteilen ist, gibt mehr und bekommt auch mehr im Leben zurück!

 

6) Sag’ öfters „JA“

Stichwort: Komfortzone verlassen. Bist du alleine unterwegs und in ein fremdes Land gereist, hast du so oder so deine Wohlfühlzone verlassen. Also warum nicht da noch weiter ansetzen?
Sage „JA“ zu deinem gesamten Abenteuer. Sei es zu einem Kaffee, Ausflug oder Gespräch mit Einheimischen.
Sei offen für Neues und vor allem bereit. Bereit dafür, dass die Geschichten, die du Freunden weitererzählst, nicht im Hotel entstehen. Sie entstehen mitten im Geschehen!
Was natürlich von großem Vorteil beim Alleinreisen ist: Du bist viel eher und öfters zu etwas Bestimmten bereit, als wenn du mit einer Gruppe unterwegs bist.

 

7) Sei wild, frech und wunderbar!

Ich plaudere jetzt mal ein bisschen aus dem Nähkästchen:
Bist du alleine on tour, bist du offener. Okay, nichts Neues, aber damit meine ich nicht nur, dass man besser auf Menschen zugehen kann. Ich meine eher, dass die persönliche „Schamgrenze“ deutlich geringer ist und man sich einfach mehr traut. Ganz nach dem Motto: Hey, hier kennt mich eh keiner, also kann ich ruhig mal etwas Verrücktes machen. Oder etwas, wofür ich daheim Alkohol bräuchte.

In fremder Gesellschaft fühlen wir uns meist freier, unbefangener als mit Freunden. Unbeschwerter. Da kann es schon mal passieren, dass du plötzlich mit einem Touristen aus Israel auf der Salsa Tanzfläche landest oder nachts gemeinsam am Strand auf der Liege landest! 😉
Genau durch diese „wilden“ Erfahrungen, lernst du neue Menschen kennen und ein Stück weit dich auch selbst wieder mehr!

 

8) Vertraue auf deine Intuition!

Bei jeder Portion „sei frech, wild und wunderbar“ darf ein wichtiger Aspekt niemals fehlen: Das Vertrauen und Hören auf dein eigenes Bauchgefühl.
Keine noch so verrückte Erfahrung ist es wert, sich in Gefahr oder in eine unangenehme Situation bringen zu lassen. Wirst du also das Gefühl nicht los, dass sich etwas nicht gut anfühlt, du dich an einem Ort oder unter gewissen Menschen nicht wohl fühlst, entferne dich. Sofort!
Deine Intuition lässt dich niemals im Stich und gerade beim Alleinreisen wirst du feststellen, wie viel Selbstvertrauen eigentlich in dir steckt!

 

9) Kenne dein „Alkohol-Ich“

Ich muss mal kurz die vernünftige und erwachsene Janine raushängen lassen:
Kenne deine Grenzen, wenn es um Alkohol geht. Für die meisten von uns gehört einfach ein Cocktail am Strand oder Pool zum Urlaub dazu, weshalb ich mich dazu gezwungen fühle, darauf einzugehen.

Mal abgesehen davon, dass es mehr als Zeitverschwendung deiner Reisezeit ist, am nächsten Tag seinen Kater auf dem Hotelzimmer auszukurieren, begibt man sich gleichzeitig auch einer gewissen Gefahr bei zu hohem Alkoholkonsum aus. Den besten Eindruck bei neuen Bekanntschaften hinterlässt man im Übrigen auch nicht.

Aus diesem Grund: Kenne dein Limit! In der Hoffnung, dass du weißt, wann der Pegel zum guten Angetrunkensein erreicht ist. Ein unterhaltsamer und witziger Abend ist somit vorprogrammiert und du bleibst dennoch Herr deiner Lage!

Ach, und deinen Cocktail niemals aus den Augen zu verlieren und kein fremdes Getränk anzunehmen, muss ich nicht erwähnen oder?

 

10) Genieße das Alleinreisen – und zwar in vollen Zügen!

Alleine zu verreisen ist eine unglaubliche Erfahrung. Eine Erfahrung, die nur dir alleine gehört und dir niemand nehmen oder kaputt machen kann!
Hier hatte ich bereits ausführlichst darüber geschrieben, warum jeder mindestens einmal in seinem Leben alleine verreisen sollte, welche Vorteile es mit sich bringt und was du von so einer Reise für dich selbst mitnehmen kannst.

Das Alleinreisen kann nicht nur viel in dir verändern oder trägt absolut zu deiner Persönlichkeitsentwicklung bei, sondern kann auch die Reise deines Lebens werden. Also genieße, lade deine Energie auf, sortiere deine Gedanken neu und lerne dich selbst ein Stückchen besser kennen!

Sorgen über das Risiko (welches übrigens das Leben generell mit sich bringt) oder gefährliche Situationen, in die man geraten könnte, bringen dich nicht weiter. „Was wäre wenn,…“? Shit, weg damit!

Lebe einfach dein Leben und lasse dich von traumhaft schönen Orten inspirieren. Entdecke die Welt auf eigene Faust, und du wirst es nicht bereuen! DO IT!

2 Antworten

  1. Janine
    | Antworten

    Liebe Janie, ich bin noch nie alleine verreist, dazu fehlte mir bisher der Mut. Aber genau deswegen bewundere ich all diejenigen, die sich trauen, umso mehr ! 😀 Deine Tipps sind super – besonders die Macht des Lächelns finde ich wichtig, das bricht tatsächlich und ja nicht nur im Ausland diverse Barrieren 🙂
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.vivarubia.ch

    • Jani Isa
      | Antworten

      Liebe Janine,
      vielen Dank für dein Feedback! 🙂 ich kann es wirklich nur empfehlen, seine Komfortzone zu verlassen und sich einfach mal zu trauen!

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